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Neue Flüchtlingsunterkünfte

Ämter Trave-Land, Leezen Neue Flüchtlingsunterkünfte

Der Mietwohnungsmarkt ist leergefegt. Die Verwaltungen gehen jetzt dazu über, Häuser zu kaufen, zu mieten und Mobilheime aufzustellen, um alle neuen Asylbewerber unterbringen zu können. Sie wurden in Fahrenkrug, Wittenborn und Westerrade fündig.

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Gut 30 Asylbewerber werden in den beiden Häusern im Gewerbegebiet Fahrenkrugs, einem Ex-Fahrradladen, Platz finden.

Quelle: Gerrit Sponholz

Kreis Segeberg. Das Amt Trave-Land kauft in den nächsten Tagen zwei Gebäude am Kirchwegskamp 5 in Fahrenkrug. Sie liegen in einem Gewerbegebiet und gegenüber von einem Getränkehandel. Sie können 30 Flüchtlingen Platz bieten, sagt Jan-Henrik Fechner, Leiter des Ordnungsamtes. Es handelt sich um ein Wohnhaus und ein Lager, das zu Wohnungen umgebaut werden kann. Ehemals war dort ein Fahrradladen untergebracht.

 Besitzerin Doris Kzionska hatte dem Amt die Gebäude offeriert. Sie wolle nach Wahlstedt ziehen. Beide Häuser bieten rund 750 Quadratmeter Wohnfläche. Der geplante Zuzug von Asylbewerbern sei von den Nachbarn positiv aufgenommen worden, erklärt Fechner. Nach seinen Angaben wird das Häuser-Ensemble rund 300000 Euro kosten. Hinzu kämen eventuell Kosten für den Umbau. Anfang 2016 könnten die ersten Asylbewerber einziehen.

 Froh ist Fechner, dass andere Gemeinden dem Beispiel Schierens folgen. Dort hatte sich die Gemeinde bereit erklärt, zwei Mobilheime für bis zu acht Asylbewerber aufbauen zu lassen. Nun hat die Gemeindevertretung Westerrade signalisiert, auf dem ehemaligen Spielplatz an der Querstraße zwei oder drei Mobilheime oder Holzhäuser zu erlauben. Damit könnte Platz für sechs bis zwölf Flüchtlinge geschaffen werden. Bislang wird eine Asyl-Familie in Westerrade betreut. Es gibt einen ehrenamtlichen Helferkreis.

 1,5 Millionen Euro will das Amt Trave-Land 2016 in Unterkünfte investieren. 350 neue Flüchtlinge werden erwartet.

 Auch das Amt Leezen ist auf der Suche. Verworfen wurde die Idee, den zum Verkauf stehenden Schaapskroog in Bark-Schafhaus zu erwerben. Geld steht bereit. Der Amtsausschuss will eine halbe Million Euro für Quartiere in die Hand nehmen, über Kredit finanziert. Als eine mögliche Mietimmobilie ins Auge gefasst sei eine ehemalige Rechtsanwaltskanzlei in der Industriestraße in Wittenborn, sagt Amtsvorsteher Ulrich Schulz aus Leezen. 30 Asylbewerber fänden Platz. 2016 muss das Amt 135 neuen Asylbewerbern Quartier bieten.

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Ein Artikel von
Gerrit Sponholz
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