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Notfalls die Promenade sperren

Ärger nach Vatertag Notfalls die Promenade sperren

„Das ist ein Affront! Es kann nicht sein, dass wir uns gegenseitig den Krawall zuschieben.“Damit reagiert Bad Segebergs Bürgermeister Dieter Schönfeld auf einen Vorstoß seines Klein Rönnauer Kollegen Dietrich Herms. Dieser will die Badestelle am Großen Segeberger See 2018 am Vatertag sperren.

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Bis zu 750 Vatertags-Feierer tummelten sich laut Polizei am Vatertag auf dem Gelände der Badestelle in Klein Rönnau. Zwischen der Gemeinde und der Nachbarstadt Bad Segeberg gibt es nun einen Streit und die Sperrung der Backofenwiese.

Quelle: Sönke Ehlers

Bad Segeberg. Die trinkfesten Bollerwagen-Touristen sollen laut Herms lieber die Bad Segeberger Seepromenade für ihre hochprozentigen Feierlichkeiten nutzen. Das jedoch will Schönfeld notfalls juristisch verhindern.

Herms ist gründlich bedient. Bis zu 750 junge Leute hatten auf der Badestelle am See gezecht. Die Polizei registrierte diverse Körperverletzungen und andere kleine Straftaten. Diesen Ärger wollen die Klein Rönnauer nicht mehr haben. Herms kreidet den Bad Segebergern an, dass sie seit 2011 die Backofenwiese sperrt und auch eine Ausweichveranstaltung am Ihlsee verhindert. Daraufhin hatten sich die Vatertags-Feierer einst in Richtung Badestelle aufgemacht – und dabei ist es geblieben. 

Bad Segebergs Rathaus-Chef Dieter Schönfeld sagt: „Eine Aufforderung, dieses untragbare Verhalten woanders hin zu verlegen, ist der falsche Weg.“ Die Sperrung der Backofenwiese sei aus Gründen der Flugsicherheit erfolgt, dort befinde sich der Hubschrauberlandeplatz für die Klinik. 

Sollte Klein Rönnau nun die Badestelle dicht machen und die Promenade als alternativen Austragungsort empfehlen, werde die Stadt die Flaniermeile ebenfalls einzäunen, um eine Bollerwagen-Party zu verhindern. Schönfeld: „Eine Fläche vor einer Klinik ist für solch ein Trinkgelage absolut ungeeignet und undenkbar.“

Im übrigen wundert sich Schönfeld über die harsche Kritik aus der Nachbargemeinde. „Das gemeinsame Ziel sollte sein, dass Krawall und Vandalismus unterbleiben“, fordert Schönfeld. „Es ist schon erschütternd, dass ein christlicher Feiertag für solche Exzesse missbraucht wird. Notfalls muss man prüfen, ob man den Feiertag abschafft, wenn er sowieso nicht mehr in der Art und Weise genutzt wird, in der er einmal gedacht war.“

Von Michael Stmap

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