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Ärztlicher Direktor des Klinikums starb mit 62 Jahren

Bad Bramstedt Ärztlicher Direktor des Klinikums starb mit 62 Jahren

Dr. Andreas Christoph Arlt, langjähriger ärztlicher Direktor des Klinikums Bad Bramstedt, ist tot. Der Neurologe starb am vergangenen Sonntag im Alter von 62 Jahren nachschwerer Krankheit. Arlt hat sich vorm allem in der Diagnostik über die Grenzen des Klinikums hinaus große Verdienste erworben.

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Foto: Dr. Andreas Christoph Arlt war seit 1999 ärztlicher Direktor des Klinikums Bad Bramstedt.

Bad Bramstedt. Als Sohn eines Kaufmanns und einer Krankenschwester kam Arlt am 20. Februar 1953 in Hamburg-Neugraben zur Welt. Nach dem Abitur studierte Elektrotechnik, ging 1973 zur Bundeswehr, wo er es bis zum Leutnant und stellvertretenden Kompaniechef brachte. Dass die Elektrotechnik doch nicht seine Sache war, merkte Arlt bei einer zweijährigen Tätigkeit als Krankenpflegerhelfer. Das war für ihn der Anstoß zu einem Medizinstudium in Hamburg. 1982 erhielt er seine Approbation als Arzt und promovierte noch im selben Jahr mit der Note Magna cum laude (mit großem Lob).

 Am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf wurde Arlt 1989 Facharzt für Neurologie, 1991 wechselte er an die Rheumaklinik Bad Bramstedt, heute Klinikum, als Chefarzt der Abteilung für Neurophysiologie, Neurologische Rehabilitation und Geriatrie. Seit 1999 war er ärztlicher Direktor des Klinikums. Zusätzlich machte Arlt im Jahre 2000 seinen Facharzt für Physikalische Medizin und Rehabilitation. Der Mediziner schrieb mehrere Fachbücher, engagierte sich bei namhaften nationalen und internationalen medizinischen Organisationen.

 „Dr. Arlt genoss einen Ruf als exzellenter Differenzialdiagnostiker für Neurologie“, bescheinigt ihm Klinikum-Geschäftsführer Jens Ritter. „Seine Diagnosen waren von hoher Qualität und abwägend im Detail. Er war ein Mediziner, der seine Aufgabe wirklich geliebt hat und ein Brückenbauer bei Konflikten.“ Auch in der Rehabilitation sei er immer auf dem neuesten wissenschaftlichen Stand gewesen, so Ritter.

 Privat engagierte sich Arlt bei den Rotariern in Bad Bramstedt, mit denen er 2007 eine groß angelegte Blutspendenaktion zur Typisierung von Stammzellen für Leukämiepatienten initiierte. 1555 Spender kamen. Daraus ergaben sich mindestens zwei Dutzend passende Spender, die die Deutsche Knochenspenderdatei (DKMS) an Krebspatienten vermitteln konnte. Außerdem liebte er das Segelfliegen und war sogar Fluglehrer.

 Arlt hinterlässt seine Ehefrau.

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Ein Artikel von
Bernhard M. Domberg

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