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Interesse an Einbruchsschutz

Aktionstag in Bad Segeberg Interesse an Einbruchsschutz

Es ist ein Thema, das zurzeit viele Menschen bewegt: steigende Einbruchszahlen im Land und damit die Frage, wie man sich vor Dieben im eigenen Zuhause schützen kann Viele Interessierte kamen deshalb zu einer Informationsveranstaltung vor der Marienkirche.

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Polizeihauptkommissar Bernd Kanert beriet Manuela Tatusch in Sachen Einbruchsschutz.

Quelle: Gisela Krohn

Bad Segeberg. Vertreter von Polizei, Tischlerei Bartholl, Firma MEBO Sicherheit, Weißem Ring und Freiwilliger Feuerwehr gaben Tipps. Im beheizten Zeit, in dem die Info-Stände aufgebaut waren, wurde es bisweilen so voll, dass kaum ein Besucher mehr hineingepasst hätte.

 Aufmerksam wurde zugeschaut, als Polizeibeamtin Anna Maywald erklärte, wie ein wirksamer Einbruchsschutz an Fenster und Türen aussehen sollte. „Aber was ist, wenn jemand nun mit einem Schraubenzieher hier ansetzt?“, fragte ein besorgter Bad Segeberger nach und demonstrierte seine Bedenken an den ausgestellten Fensterriegeln. Auch viele andere Besucher hatten detaillierte Fragen und wollten ganz genau verstehen, wie sie in ihrem Zuhause effektiv für mehr Sicherheit sorgen können. Von den Experten der Tischlerei Bartholl wurden die unterschiedlichen Verriegelungssysteme an Fenstern und Türen erklärt.

 Gerade ältere Menschen, die allein leben, bewegte noch eine andere Angst: „Was mache ich, wenn Leute vor der Tür stehen und sagen, sie sind von der Polizei?“, wollte eine ältere Bad Segebergerin von Polizeihauptkommissar Bernd Kanert wissen. Denn genau das war ihr in ihrer Wohnung vor einiger Zeit passiert. „Auf alle Fälle den Dienstausweis zeigen lassen und fragen, von welcher Dienststelle sie kommen“, riet ihr der Beamte. „Da hätte ich ja auch drauf kommen können...“, meinte sie und berichtete, dass sie die Leute hereingelassen hatte. „Ich bin ein bisschen gutgläubig“, sagte sie im Nachhinein sehr selbstkritisch. Aber alles sei an dem Tag gut gegangen. Sie habe wohl „Glück gehabt“, aber eine Nachbarin sei bestohlen worden. Im Infozelt ließ sich die Bad Segebergerin eingehend über Türriegel zum Schutz beraten, damit sie nicht nochmal in so eine Situation kommen kann.

 Die Kreise Segeberg und Pinneberg sind von den steigenden Einbruchszahlen besonders betroffen, weswegen die Polizei die Initiative der Firmen Bartholl und MEBO ausdrücklich unterstützt. In beiden Unternehmen bilden sich die Mitarbeiter regelmäßig zum Thema Sicherheit fort und bieten auf Wunsch kostenlose Erstberatungen in Wohnungen oder Häusern der Ratsuchenden an.

 Hilfe kommt auch vom Weißen Ring, der sich um die Opfer von Kriminalität kümmert. Der Andrang an dessen Infostand war nicht ganz so stark wie bei den anderen Beratern, doch immer wieder suchten Menschen, die bereits einen Einbruch oder Überfall erleben mussten, das Gespräch mit den ehrenamtlichen Mitarbeitern Margot Wäsch und Bernd Nöthel. „Manche sind richtig traumatisiert“, berichtete Margot Wäsch. „Manchmal hilft schon das Gespräch.“ Ansonsten erhalten die Opfer Adressen, an die sie sich wenden können. Doch auch finanzielle Unterstützung für Geschädigte ist beim Weißen Ring zu bekommen – wenn zum Beispiel die Versicherung nicht zahlt oder nach einem Einbruch nicht genug Geld da ist, um das Haus besser zu schützen. Ratsam ist solch ein Schutz allemal, denn für die meisten Täter gilt immer noch: Wenn sie Türen oder Fenster nicht schnell genug aufhebeln können, geben sie den Einbruchsversuch auf.

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