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Alarm: Es war nur Rasendünger

Allgemeine Klinik Bad Segeberg Alarm: Es war nur Rasendünger

Große Aufregung herrschte in der Allgemeinen Klinik (AK) in Bad Segeberg. Die Feuerwehr rückte an. Ein Patient war mit einem unbekannten weißen Pulver in Berührung gekommen, das ihm aus einem Briefumschlag entgegen gefallen war. Am Mittwoch kam die Entwarnung: Es war Rasendünger.

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Die Allgemeine Klinik in Bad Segeberg wurde von der Freiwilligen Feuerwehr vorsichtshalber für kurze Zeit abgesperrt.

Quelle: Privat

Bad Segeberg.. Ihren Anfang hatte die Geschichte in Hamburg genommen. Dort arbeitet ein Mann aus Wahlstedt bei den Wasserwerken der Hansestadt. Nach Informationen der Segeberger Zeitung erhielt er einen Briefumschlag, der die Antwort auf ein Werbeschreiben enthielt – doch eben nicht nur diese. Der Wahlstedter hatte plötzlich ein undefinierbares Pulver an der Hand. Er suchte den Werksarzt auf und fuhr nach Hause.

 In Wahlstedt zeigte die Hand jedoch Reizungen, sodass der beunruhigte Mann am Dienstagmittag ins Krankenhaus fuhr und sich in die Notaufnahme begab. Den Medizinern war die Sache unheimlich. Sie isolierten den Patienten umgehend und alarmierten um 13.45 Uhr die Freiwillige Feuerwehr.

 Die Brandschützer unter der Einsatzleitung von Sven Siever rückten mit knapp 20 Kräften an. „Es war ja von einer allergischen Reaktion bis hin zu einer Vergiftung mit einer radioaktiven Substanz alles denkbar“, berichtet Wehrführer Mark Zielinski. Gerade vor dem Hintergrund, dass der Patient bei einer Wasserbehörde arbeitet (Zielinski: „Wasser ist das Lebensmittel Nummer 1.“), habe ein Attentat nicht ausgeschlossen werden können – auch wenn es als eher unwahrscheinlich galt.

 Das Krankenhaus wurde von der Wehr abgeriegelt. Zwei auf Gefahrgut spezialisierte Feuerwehrleute näherten sich dem Patienten in Ganzkörperanzügen – mit Geigerzähler in der Hand. Die Messungen ergaben jedoch umgehend, dass keine radioaktive Gefahr bestand. Auch andere Gefahrstoffe konnten der Reihe nach ausgeschlossen werden.

 In Hamburg rückte die Polizei, wie ein Sprecher gestern bestätigte, parallel dazu am Arbeitsplatz des Wahlstedters an. Die dort gesammelten Proben gingen zur Analyse ans Landeskriminalamt. Die Chemiker wiesen eine Art Rasendünger nach; die scharfe Substanz hatte die Hand des Mannes gereizt. Offen ist noch, warum die Substanz in den Umschlag gekommen ist. Ein Versehen ist ebenso denkbar wie ein hochgradig makaberer Scherz, der dem Opfer massive Angst einjagen sollte. „Es bestand zu keiner Zeit eine Gefahr für die Bevölkerung“, betont Wehrführer Zielinski. Die Sperrung der Klinik wurde zügig wieder aufgehoben.

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