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Flüchtlingslage gut im Griff

Amt Itzstedt Flüchtlingslage gut im Griff

Die Amtsverwaltung Itzstedt fühlt sich gut gerüstet für die Unterbringung und Betreuung von Flüchtlingen. 66 Menschen sind in den ersten fünf Monaten dieses Jahres in den sechs Gemeinden des Amtes aufgenommen worden, mit insgesamt rund 200 wird für 2016 gerechnet.

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 Amtsvorsteher Volker Bumann hält den Amtsbereich Itzstedt gut gerüstet für die Aufnahme von Asylanten.

Quelle: Harald Becker

Amt Itzstedt. „Prognosen über zu erwartende Flüchtlinge werden seit Monaten weder von Bund, Land oder Kreisverwaltung herausgegeben,“ erklärte Torge Sommerkorn, Leiter des Ordnungsamtes, zu den neuesten Zahlen und seiner Einschätzung der Lage. „Von daher ist eine Bedarfsplanung für Unterkünfte nur anhand eigener Einschätzungen möglich.“ Mit den bislang 66 Neuankömmlingen sei die Zahl „deutlich unter der bisherigen Voraussage geblieben“, sagte der Amtsmitarbeiter, der federführend für die Unterbringung verantwortlich ist. Er gibt aber zu bedenken, das in der zweiten Jahreshälfte die Zahl der Flüchtlinge erfahrungsgemäß doppelt so hoch sei wie in der ersten. Damit ergäben sich weitere rund 130 Zuweisungen für dieses Jahr.

 Sommerkorn verweist zudem darauf, dass es einem „Altbestand“ aus den Vorjahren von mittlerweile rund 250 Asylbewerbern gebe. Hinzu kämen 41 anerkannte Flüchtlinge, sodass allein aus diesem Kreis derzeit rund 300 Menschen in 72 Wohneinheiten untergebracht sind.

 „Mit den derzeit im Bau befindlichen Objekten in Nahe und Tangstedt werden wir 70 Flüchtlinge mit Wohnraum versorgen können,“ erläutert Amtsvorsteher Volker Bumann aus Sülfeld, „im Amtsbereich Itzstedt sind wir also gut gewappnet.“ Allerdings werden diese Objekte erst zum Jahresende bezugsfertig sein. Es wird derzeit an Übergangslösungen gearbeitet.

 Die Planungen umfassen nicht nur die zweite Jahreshälfte 2016, sondern betrachten bereits jetzt den Bedarf in 2017 und den Folgejahren. Deswegen werde die Amtsverwaltung den derzeitigen Wohnraumbestand hinsichtlich Bausubstanz und Beschaffenheit prüfen sowie geeigneten und zugleich jederzeit refinanzierbaren Wohnraum schaffen, blickt Sommerkorn voraus. Es sei daran gedacht, sich mittelfristig auch wieder von der einen oder anderen Immobilie zu trennen.

 „In den derzeit vier Helferkreisen wird nach wie vor tolle und sehr wichtige Integrationsarbeit geleistet,“ lobt Amtsvorsteher Bumann. „Wegen der Anmietungen in Oering sehen wir die Notwendigkeit, auch dort eine eigene Helfergruppe ins Leben zu rufen.“ Eine Art Auftaktveranstaltung gab es bereits. Bumann und Sommerkorn werben dafür, nicht nur in Oering interessierte Nachbarn darauf anzusprechen, Teil der Helfer-Teams zu werden. Darüber hinaus sind die vom Amt Itzstedt in Zusammenarbeit mit den angehörigen Volkshochschulen geplanten Sprachkurse mittlerweile ein wichtiger Teil der Integrationsarbeit.

 Offen steht das Amt Itzstedt der Möglichkeit gegenüber, Flüchtlingen gemeinnützige Arbeiten anzubieten. „Wir haben hierüber die Möglichkeit, in Bereichen, die der Allgemeinheit dienen, für einfache Tätigkeiten Flüchtlinge einzusetzen und über eine geringe Aufwandsentschädigung abzurechnen“, erläutert Amtsmitarbeiter Sommerkorn. Er denkt dabei beispielsweise an Rabattenpflege, Unterstützung der Schulhausmeister oder Küchenhilfen in den Kindertagesstätten. „Als Amt nutzen wir diese Möglichkeit bereits beim Einrichten von Wohnraum und sind sehr zufrieden. Der Aufwand für die Gemeinden hält sich in Grenzen und die Flüchtlinge sind sehr dankbar für solche Angebote“, sagt der Ordnungsamtsleiter. Er fordert die Gemeinden auf, sich bei Bedarf bei ihm zu melden.

 „Als Fazit kann man festhalten, dass wir mittlerweile auf allen Ebenen robust aufgestellt sind und die derzeitige Lage gut im Griff haben“, betont Amtsvorsteher Bumann.

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