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Wohnungen dringend gesucht

Amt Kaltenkirchen-Land Wohnungen dringend gesucht

Mit seiner 39-Stunden-Woche kommt Rainer Schmidt, Mitarbeiter in der Abteilung für soziale Angelegenheiten des Amtes Kaltenkirchen-Land, schon seit Monaten nicht mehr aus. Er ist für die Unterbringung von Flüchtlingen in den sechs zum Amtsbezirk gehörenden Dörfern zuständig.

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Klaus Brakel (von rechts), Amtsvorsteher des Amtes Kaltenkirchen-Land, Rainer Schmidt, Mitarbeiter der Abteilung soziale Angelegenheiten in der Amtsverwaltung, und der leitende Verwaltungsbeamte Torsten Ridder sind ständig auf der Suche nach weiteren Unterbringungsmöglichkeiten für Flüchtlinge.

Quelle: Alexander Christ

Amt Kaltenkirchen-Land. Eine schwierige Aufgabe, denn Wohnraum ist extrem knapp - und wird teurer.

Deswegen durchforstet Schmidt auch in seiner Freizeit intensiv Zeitungen mit Immobilienanzeigen, recherchiert im Internet auf Immobilienportalen und hat Freunde, Bekannte und Kollegen gebeten, ihn sofort zu benachrichtigen, sobald sie Informationen über zu vermietende Wohnungen haben, in denen die Neuankömmlinge untergebracht werden können. Sogar an den Wochenenden ist er unterwegs, besichtigt Wohnungen, Häuser, Zimmer oder Gewerbeobjekte im gesamten Amtsbezirk, die geeignet sein könnten.

 „Derzeit leben im Amt Kaltenkirchen-Land 68 Flüchtlinge - 30 in Hartenholm, 13 in Schmalfeld, 12 in Alveslohe, 11 in Nützen und 2 in Lentföhrden“, erzählt Schmidt. Untergebracht sind die oftmals schwer traumatisierten Kinder, Frauen und Männer in gemieteten Wohnungen oder Häusern. Sammelunterkünfte wie in der ehemaligen Seniorenpension Robinienhof in Hartenholm, in der derzeit 30 Menschen leben, sind rar.

 „Wir rechnen bis Jahresende mit rund 70 weiteren Flüchtlingen in unserem Amtsbezirk, für die dringendst Wohnraum gesucht wird“, erklärte der leitende Verwaltungsbeamte des Amtes, Torsten Ridder. Doch damit nicht genug. Auch im kommenden Jahr werde der Zustrom nicht geringer, ist sich Ridder sicher: „Wir rechnen mit etwa 170 weiteren Personen für unser Amt.“

 Diese Zahlen und die daraus resultierenden Aufgaben waren auch Thema der jüngsten Sitzung des Amtsausschusses. Die Bürgermeister der sechs Gemeinden diskutierten gut zwei Stunden lang über Möglichkeiten, wie das Unterbringungsproblem zu lösen sei. So sollen beispielsweise Verhandlungen mit einem Grundstückseigentümer aufgenommen werden, der in Schmalfeld und Hasenmoor über leer stehende Immobilien verfügt. Ferner gibt es noch Kapazitäten im Robinienhof. Bevor dort aber weitere Flüchtlinge einziehen können, muss umgebaut werden, wofür eine Genehmigung durch die Kreisbehörde notwendig wäre. Einig waren sich die Ausschussmitglieder, dass keine Wohncontainer aufgestellt werden sollen. Statt dessen ist eher an den Bau von eigenen Unterkünften gedacht.

 Außerdem beschloss der Amtsausschuss einstimmig, einen zusätzlichen hauptamtlichen Mitarbeiter einzustellen, der den zahlreichen ehrenamtlichen Flüchtlingshelfern in den sechs Gemeinden als Ansprechpartner zur Verfügung stehen soll. „Ohne das große Engagement unserer fast 100 ehrenamtlichen Helfer könnten wir die Integration der Flüchtlinge in unseren Orten gar nicht realisieren. Ihnen gebührt Dank, Anerkennung und Respekt“, lobte Amtsvorsteher Klaus Brakel, auch Bürgermeister von Nützen.

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