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Helfer sind bereit

Amt Trave-Land Helfer sind bereit

Noch sind die von der Amtsverwaltung Trave-Land angekündigten bis zu acht Flüchtlinge nicht in Schieren eingetroffen. Vorbereitungen für die Aufnahme sind bereits getroffen: Unterkünfte und ehrenamtliche Helfer sind aufnahmebereit.

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Diese acht Schierener Frauen mit Koordinatorin Sylvia Mücke (vorn rechts) an der Spitze warten mit ihrem Bürgermeister Hans-Werner Schumacher und weiteren Helfern auf die Ankunft von bis zu acht Flüchtlingen. Diese werden in den beiden Mobilheim-Neubauten wohnen, die vom Amt Trave-Land errichtet wurden.

Quelle: Dierk E. Seeburg

Schieren. „Wir stehen alle in den Startlöchern“, bekräftigt Koordinatorin Sylvia Mücke bei einer Stippvisite. Mit dabei sind sieben sehr motivierte Frauen aus dem mittlerweile 15 Personen zählenden Helfer-Kreis und Bürgermeister Hans-Werner Schumacher. „Die Bereitschaft zum Helfen ist ganz enorm“, unterstreicht Schumacher strahlend. „Alle Schierener halten zusammen“. Das weiß auch Sylvia Mücke zu schätzen, die als Leiterin der Kindertagesstätte „Die drei Strolche“ in Warder arbeitet. „Wir rechnen mit allem und sind auch dank der Mitbürger vorbereitet.“

 Im Amtsbereich Trave-Land mit seinen 27 Gemeinden möchte man nicht auf Unterkünfte in Turnhallen und Dorfgemeinschaftshäusern zurückgreifen, sondern setzt auf kleinere Wohneinheiten. Private Wohnungen zur Anmietung zu finden, ist schwierig. Deshalb baute Tischlermeister Jens Hildebrandt aus Schackendorf im Auftrag der Amtsverwaltung mit weiteren Handwerkern zwei hölzerne Mobilheime. Sie stehen auf dem gemeindeeigenen und vom Amt gepachteten Gelände des abgerissenen Feierabendwohnheims am Ortsausgang Richtung Weede und enthalten jeweils zwei kleine Doppel-Schlafzimmer, ein WC, eine Dusche und in der Mitte Raum für eine kleine Küche mit Aufenthaltszone. „Alle nötigen Ver- und Entsorgungsanschlüsse sind vorhanden“, berichtet der Bürgermeister. Jetzt fehle noch die Möblierung. Wenn sich dieses Wohnangebot bewähre, könnten nebenan noch zwei weitere Wohncontainer Platz finden. Die Amtsverwaltung hofft, dass das Schierener Beispiel in anderen Amtsgemeinden Schule macht.

 Beispielhaft nennt Schumacher den persönlichen Einsatz der Schierener, um die erwarteten Flüchtlinge willkommen zu heißen und zu betreuen. Die Bereitschaft dazu war schon im Herbst 2015 bei einer Einwohnerversammlung mit 70 Besuchern deutlich geworden. Daraus entwickelte sich nicht nur der Helfer-Kreis, sondern auch eine beachtliche Spendenbereitschaft. Zugunsten der erwarteten Asylbewerber kam reichlich Geld zusammen, außerdem vier Fahrräder, Wäscheständer, Hygiene-Artikel und anderes.

 Helferin Nicole Wenger, selbst Krankenschwester, steuerte zwei Sets mit Sanitätsmaterial bei. Beim Kleidermarkt in Wahlstedt organisierte der Helfer-Kreis Decken und Jacken. Auch wurden größere Willkommens-Beutel zusammengestellt, gemäß dem vom Fachdienst Soziale Sicherung der Segeberger Kreisverwaltung vorgesehenen Mindeststandard. Für die Schierener Einrichtung ist alles ist vorbereitet, die Bewohner können kommen.

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