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Ein Park rund um die Kirche

Bad Bramstedt Ein Park rund um die Kirche

Im vergangenen und diesem Jahr wurde die Maria-Magdalenen-Kirche gründlich saniert, nun fehlen noch die Außenanlagen. Der Kirchengemeinderat will die Grünanlagen um das Gotteshaus – früher ein Friedhof – zu einer kleinen Parkanlage umgestalten. Dafür wurden die ersten Bäume schon gefällt. Im nächsten Jahr wird die Maria-Magdalenen-Kirche 700 Jahre alt.

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Auf dem Kirchhof wurden noch bis ins 19. Jahrhundert die Toten aus dem Kirchspiel Bramstedt begraben. Diese Platte gehört zum Grab von Peter Wichmann der 1703 starb und seiner Frau Gesche, die schon drei Jahre zuvor „sehlig im Herrn entschlaffen und allhie begraben" wurde, wie es auf dem Stein heißt. Wichmann war der erste bekannte Bramstetder Wassermüller. Ob sich unter der Platte das Grab befindet, ist eher unwahrscheinlich.

Quelle: Einar Behn

Bad Bramstedt. Das Jubiläum soll im Sommer groß gefeiert werden. Bis dahin wird auch der Kirchhof komplett umgestaltet. Der Gemeindevorstand hat mit der Planung und den Arbeiten das Gartenbauunternehmen Wandrey beauftragt, das die selbstständigen Berufskollegen Heiko Wildfang (Bad Bramstedt) und Christian Offen (Wiemersdorf) mit ins Boot geholt hat.

 Zwei große Eschen und allerlei Gestrüpp sind auf der Südseite des Gotteshauses bereits entfernt worden. Die Kirche erscheint seitdem in einem ganz neuen Bild. Jahrzehntelang waren die gotischen, zugemauerten Eingänge der Kirche nicht sichtbar gewesen. „Die Eschen waren innen schon ganz hohl“, sagt Jo Wietheger vom Gartenbauunternehmen Wandrey, „sie hätten ohnehin weggemusst.“

 Die Arbeiten auf dem Kirchhof sind eine heikle Angelegenheit. Bis ins 19. Jahrhundert war hier der Bramstedter Friedhof, weshalb auch noch diverse alte Grabsteine dort stehen. Einige davon sollen umgesetzt und auf der Südseite der Kirche zusammen aufgestellt werden. Allerdings hat das Landesamt für Denkmalpflege dabei mitzureden, und auch das Baudezernat der Nordkirche muss die Umgestaltung genehmigen. Dazu wird es nach Weihnachten ein Abstimmungsgespräch geben. Stefan Dörksen, Vorsitzender des kirchlichen Bauausschusses, ist sich sicher, dass die Steine ohnehin nicht mehr auf den ursprünglichen Grabstellen stehen. „Die Grabsteine wurden in der Vergangenheit wohl schon umgesetzt, ihre heutige Anordnung ist untypisch für einen Friedhof“, meint Dörksen. Die Aufschriften auf den Steinen sind großenteils kaum noch lesbar, die Mamorplatten nur noch schwer als solche erkennbar. „Wir wollen sie restaurieren lassen“, erklärte Gemeinderatsvorsitzende Ina Koppelin.

 An ihrem Platz bleiben können dagegen das sogenannte „Meyer-Grab“, das erst im letzten Jahr restauriert wurde, und der Johanna-Mestorf-Gedenkstein.

 Wietheger, der den Plan von der Außenanlage verfasst hat, sagt: „Es soll eine kleine Parkanlage werden.“ Im vorderen Bereich, zum Kirchenbleeck, wird ein Festplatz entstehen. „Im Sommer können wir ihn für Gemeindefeste nutzen“, plant Ina Koppelin, auch bei Konfirmationen und Hochzeiten sei ein solcher Platz gut nutzbar. Wasser und Stromanschluss wird der Platz bekommen. Dahinter, zum Pastorat hin, wird bei den Grabsteinen auch eine Sitzgruppe aufgestellt. Die Anlage soll den Charakter eines kleinen Friedhofes bekommen. Besucher können hier eine Pause einlegen. Ein bereits angelegter Weg dorthin wird mit Pollerlampen beleuchtet.

 Auf der Nordseite soll eine Tafel aufgestellt werden, die die Kirchensanierung in Bildern dokumentiert. „Wir wollen damit einen Entlüftungsschacht verdecken“, erklärte Stefan Dörksen.

 Dörksen rechnet mit Kosten von rund 80000 Euro, wovon 30000 Euro auf die Elektro- und Wasserinstallationen entfallen. „Wir sind bei der Kirchensanierung unter den geschätzten Kosten geblieben, sodass nun noch Geld für die Außenanlagen übrig ist“, berichtete das Mitglied des kirchlichen Gemeinderates. Das reicht allerdings nicht ganz. Gut 900000 Euro waren kalkuliert worden, 860000 Euro hat die Sanierung gekostet. Dörksen und Koppelin hoffen, dass die Umgestaltung im März 2016 abgeschlossen werden kann.

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