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Stau nach Straßensperrung nervt

Bad Bramstedt Stau nach Straßensperrung nervt

Das war abzusehen: In Sommerland und Glückstädter Straße reiht sich vor allem zu den Spitzenzeiten Auto an Auto, seitdem der Bleeck am Montag gesperrt wurde. Dass nun auch noch der Landweg wegen eines Kanalbruchs unpassierbar ist, verschärft die Lage zusätzlich.

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Marina Thun (von links), Sami Durbas und Andreas Rohlfing im Sommerland. Bis in die Nacht rolle durch die kleine Straße der Durchgangsverkehr, beklagen sie.

Quelle: Einar Behn

Bad Bramstedt. Anwohner fragen, warum der Verkehr nicht rechtzeitig auf die Ortsumgehung geleitet wird. Und Autofahrer beklagen, dass die Ampelschaltzeiten nicht der neuen Lage angepasst werden.

 Marina Thun wohnt im Sommerland. Seitdem der Bleeck am vergangenen Montag für die Bauarbeiten für sechs Wochen komplett geschlossen wurde, nutzten viele die Straße als Umgehung in Nord-Süd-Richtung und umgekehrt. „Sie sehen hier alle Nummerschilder: München, Kiel, Itzehoe, Hamburg. Das zeigt, dass hier auch Durchgangsverkehr durchrollt“, hat die Anwohnerin festgestellt. „Zu den Stoßzeiten ist es so schlimm, dass man kaum über die Straße kommt“, ergänzt Andreas Rohlfing. „Meine neunjährige Tochter müssen wir über die Straße bringen, wenn sie morgens zur Schule geht.“ Die schmale Straße sei für ein solches Verkehrsaufkommen einfach ungeeignet, finden beide und wissen sich darin einig mit einer Reihe weiterer Anwohner.

 Dabei glaubt Marina Thun, dass sich die Überlastung ihrer Straße durchaus vermeiden lässt. „Warum gibt es keine Hinweisschilder, die den Verkehr rechtzeitig auf die Ortsumgehung lenken?“, fragt sie. Ein solches Schild könnte beispielsweise am Kreisverkehr in Fuhlendorf aufgestellt werden. Die Autofahrer würden dann über die Ortsumgehung zum Lohstücker Weg und weiter über die Hamburger Straße in Richtung Lentföhrden fahren. Innenstadt und Wohnstraßen könnten damit deutlich entlastet werden.

 Es gebe an der seit 2011 fertigen Ortsumgebung ja nicht einmal ein Hinweisschild zum Gewerbegebiet Nord, hat Marina Thun festgestellt. Folge: Ortsfremde Lkw-Fahrer, die aus Richtung A7 kommen, nehmen die Hauptzufahrt zur Stadt über den Lohstücker Weg und fahren dann wegen der Straßensperrung durch den Sommerland wieder in Richtung Norden. „Dicke Lastwagen donnern hier an meinem Haus vorbei, bis in die Nacht“, sagt die Anwohnerin. Und auch das hat sie schon erlebt: „Neulich hat sich eine auswärtige Taxifahrerin in den Sommerland verirrt. Sie hat mich gefragt, wie man zum Klinikum kommt“, erzählt Marina Thun. Die Ausschilderung sei einfach katastrophal.

 Doch im Rathaus sind großräumige Umleitungen gar nicht gewollt. Bürgermeister Hans-Jürgen Kütbach: „Die Geschäftsinhaber sagen mir: ,Dann kommt ja gar keiner mehr zu meinem Geschäft.’“ Die Stadt müsse zwischen den verschiedenen Interessen abwägen, und die Wirte und Ladeninhaber seien durch die Bleeck-Sperrung auch so schon wirtschaftlich gebeutelt. Verschiedentlich sei auch schon der Vorschlag geäußert worden, die Mühlenstraße als Parallelstraße zum Bleeck für den Verkehr freizugeben. Die Kopfsteinpflasterstraße sei dafür aber baulich nicht geeignet, meint der Bürgermeister.

 Marina Thun überzeugt das nicht: „Wozu gibt es denn eine Umgehungsstraße, wenn sie nicht genutzt werden soll?“ Und: „Der Sommerland ist genauso ungeeignet für den Durchgangsverkehr wie die Mühlenstraße.“

 Nicht nur Anwohner der Schleichwege sind von der derzeitigen Lage genervt, auch Autofahrer. Die stehen nämlich in langer Schlange in der Glückstädter Straße an der Bleeck-Kreuzung vor der roten Ampel, obwohl es wegen der Sperrung gar keinen Querverkehr mehr gibt. Ein ähnliches Bild vor der Famila-Kreuzung: Wer vom Lohstücker Weg nach links in die König-Christian-Straße einbiegen will, muss mehrere Rotphasen warten. Die Ampelschaltung ist für das derzeitige Verkehrsaufkommen nicht eingerichtet. Warum werden die Schaltzeiten nicht den Verkehrsströmen angepasst? Bürgermeister Kütbach anwortete der SZ: „Ich werde das prüfen.“

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