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Anwohner-Protest gegen Neubauten

Bad Bramstedt Anwohner-Protest gegen Neubauten

Anwohner des Stormarnringes wollen verhindern, dass hinter ihren Gärten drei Mehrfamilienhäuser entlang des Bissenmoorweges gebaut werden. Sie fürchten, dass die Neubürger ihnen direkt auf die Terrasse gucken können. Doch die Stadtverantwortlichen wollen dem Investor grünes Licht geben.

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Lothar Pelka und Marita Märkel wohnen idyllisch am Stormarnring. Hinter der Hecke sollen zehn Meter hohe Häuser gebaut werden. Die neuen Nachbarn werden ihnen bis auf die Terrasse gucken können.

Quelle: Einar Behn

Bad Bramstedt. Marita Märkel und ihr Lebenspartner Lothar Pelka wohnen idyllisch in einer Sackgasse, die vom Stormarnring abzweigt. Nun fürchtet das Rentnerpaar um seine Idylle, denn hinter der Hecke sollen am Bissenmoorweg Mehrfamilienhäuser gebaut werden.

An dem Weg hatten bis vor Kurzem ehemalige landwirtschaftliche Schuppen gestanden, die abgerissen wurden. Dort will nun ein Investor drei Mehrfamilienhäuser bauen, zehn Meter hoch und mit ausgebautem Dach. Die Anwohner, die in den 1980er-Jahren dort ihren Traum vom Einfamilienhaus verwirklichten, fühlen sich bedrängt, denn zwei der Häuser sollen im Abstand von nur fünf Metern zu den Nachbargrundstücken errichtet werden. „Die Leute können uns von dort bis auf die Terrasse gucken“, sagt Lothar Pelka.

Er und seine Nachbarn haben bereits Eingaben im Rathaus abgegeben, mit denen sie sich gegen den Bebauungsplan wenden, den die Stadt gerade aufstellt und der im Planungsausschuss eine breite Mehrheit fand. Die Anwohner beschweren sich auch, überhaupt nicht informiert worden zu sein.

Zum Problem für die Neubaupläne könnte der Naturschutz werden. In dem noch vorhandenen alten landwirtschaftlichen Gebäude leben Fledermäuse. Pelka und Märkel haben an ihrem Gartenteich zudem häufig Besuch vom seltenen Eisvogel, der vom Nachbargrundstück herüber fliegt.

Die Stadt muss begleitend zur Bebauungsplanaufstellung die Belange des Naturschutzes begutachten lassen. Dabei wird dann auch geprüft, ob die Neubauten die Fledermäuse beeinträchtigen oder der geschützte Eisvogel von seinem Nistplatz vertrieben wird.

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