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Tennishallen-Umbau beginnt

Asylquartier in Kaltenkirchen Tennishallen-Umbau beginnt

Seit Anfang der Woche wird in der stadteigenen KT-Tennishalle gewerkelt, um den noch in diesem Jahr in Kaltenkirchen ankommenden Asylbewerbern ein Dach über dem Kopf bieten zu können. Diese und andere Maßnahmen führen alleine in 2015 zu 530000 Euro Mehrausgaben für die Stadt.

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Mitarbeiter der Tischlerei Tesdorff erneuern den Fußboden, um die Tennishalle für die Unterbringung von Flüchtlingen in Kaltenkirchen vorzubereiten.

Quelle: Anna Maria Persiehl

Kaltenkirchen. Die Nutzung der Halle beruht auf einer der Eilentscheidungen von Bürgermeister Hanno Krause, um schnell auf die wachsende Zahl an Asylsuchenden reagieren zu können. Damit die Stadt auch im kommenden Jahr den Herausforderungen gewachsen ist, hat die Stadtverwaltung zudem 190 Container bestellt. Die Kommunalpolitiker nahmen in der Sitzung der Stadtvertretung am Dienstagabend die Entscheidungen zustimmend zur Kenntnis und segnete die Pläne ab, die Vorhaben zu finanzieren. „Es war sehr zielführend“, was der Bürgermeister unternommen habe, lobte FDP-Fraktionschef Eberhard Bohn. Von den anderen Kommunalpolitikern gab es dazu Applaus.

 Rund 200 Flüchtlinge muss die Stadt in diesem Jahr aufnehmen, etwa 60 werden es noch bis Ende des Jahres sein. Im kommenden Jahr wird sogar mit einer Gesamtzahl von rund 400 Asylbewerbern gerechnet. Bis Ende März nächsten Jahres kann Kaltenkirchen bereits auf mehrere Projekte zugreifen, um alle Ankommenden unterbringen zu können. So wird zurzeit ein Neubau an der Kieler Straße mit zwei Blöcken errichtet, der 48 Menschen eine Bleibe bietet. Hinzu kommen 20 Container für etwa 40 Flüchtlinge, die ebenfalls noch bis Ende März am Standort Im Grunde – dort stehen bereits 28 Container – aufgestellt werden. Die Stadt muss dann darüber hinaus noch für 320 Plätze sorgen, um die prognostizierte Anzahl von Flüchtlingen unterbringen zu können.

 Damit die KT-Tennishalle schnell für die vorübergehende Unterbringung von etwa 60 Asylbewerbern zur Verfügung steht, wird der Hallenboden umgebaut. Die Mitarbeiter der Tischlerei Tesdorff aus Nützen-Kampen legen zurzeit sogenannte OSB-Platten. Wie der Hochbautechniker der Stadt, Peter Lamp, gestern auf der Baustelle erläuterte, wird die Halle mit Bauzäunen in 45 Boxen mit einer Fläche von jeweils 20 Quadratmeter aufgeteilt.

 Weitere Arbeiten in der Halle und im Außenbereich sind noch notwendig, so muss zum Beispiel die Schmutzwasser-Hebeanlage vergrößert werden. Zwei zusätzliche Fluchtwegtüren sind zudem notwendig. Ein Toilettencontainer steht bereits zur Verfügung, ein zweiter Container wird zu einer Küche umgebaut. „Ich hoffe, dass wir in drei Wochen mit den Arbeiten fertig sind“, sagte Lamp. Das benachbarte KT-Tennisvereinsheim hat die Stadt zusätzlich gemietet. Das Haus soll als Anlaufstelle – hier wird Platz für die Flüchtlingslotsen und Sozialarbeiter sein – und Aufenthaltsraum dienen, dort gibt es zudem Duschen und weitere Toiletten.

 Die Stadt hat bereits ein Sicherheitsunternehmen beauftragt, das für Überwachung und Kontrolle zuständig ist, wenn die Bewohner die Tennishalle beziehen, wie auch für die Sicherheit am Containerstandort Im Grunde. In diesem Jahr rechnet die Stadt für die Unterbringung der Flüchtlinge mit zusätzlichen Kosten von knapp 530000 Euro, die im diesjährigen Haushalt als über- und außerplanmäßige Ausgaben bereitgestellt werden. Im Haushalt für 2016 werden weitere gut 784000 Euro berücksichtigt.

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Anna Maria Persiehl

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