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Kebschull dachte über Rücktritt nach

Attacke auf Bürgermeister Kebschull dachte über Rücktritt nach

Der Oersdorfer Bürgermeister Joachim Kebschull hat nach der brutalen Attacke kurz überlegt, sein Ehrenamt zur Verfügung zustellen. Das sagte der 61-Jährige auf einer Pressekonferenz im Gemeindehaus.

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Bürgermeister Joachim Kebschull hat kurz überlegt, sein Ehrenamt zur Verfügung zu stellen.

Quelle: Nicole Scholmann

Oersdorf. Der Oersdorfer Bürgermeister Joachim Kebschull (61) geht davon aus, dass der Täter, der ihn vor einer Woche niedergeschlagen hat, aus dem Ort kommt. Am Donnerstagvormittag gab der Gemeindechef eine ausführliche Erklärung ab. Es gehe ihm gut. Er habe noch leichten Schwindel und ein Rauschen im rechten Ohr. Als Konsequenz aus dem Überfall schließe er nun die Haustür ab.

Kebschull habe nach der brutalen Attacke kurz überlegt, sein Ehrenamt als Bürgermeister zur Verfügung zu stellen: "Aber solche Vorgänge dürfen nicht dazu führen." Der Täter müsse eine verwirrte Wahrnehmung der Realität haben.

Nur ein Dummkopf habe nach so einem Vorfall keine Angst. Aber: "Ich lasse mich von der Angst nicht bestimmen." Kebschull hoffe, dass die Polizei den Täter schnell fasse. "Ich werde weiter mit dem Rad durch Oersdorf fahren und zu Fuß gehen", betonte der Bürgermeister. Er bedankte sich ausdrücklich bei den Bürgern. So habe ihn besonders gefreut, dass ein Bollerwagen voller Blumen vor seinem Haus stand. Bürger waren mit dem Handwagen durch das Dorf gefahren, und jeder hatte Blumen aus seinem Garten gegeben.

Der Gemeindechef sei der Überzeugung, dass die Diskussion um die mögliche Unterbringung von Flüchtlingen der Grund des Angriffs sei. Einen anderen Hintergrund könne er sich nicht vorstellen.

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Nach der Knüppelattacke
Foto: Bürgermeister Joachim Kebschull ist nach dem Überfall auf ihn wieder im Amt. Auch dank professioneller Hilfe bearbeite er „die Situation offensiv“.

Immer noch überwältigt ist Bürgermeister Joachim Kebschull von den Reaktionen, die ihn seit dem Überfall am 29. September täglich erreichen. „Im Amt ist sogar eine Mail von den Phillipinen eingetroffen, in dem mir Mut gemacht wird“, berichtet der 61-Jährige.

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