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Unruhe wegen Windkraft

Auch in Bimöhlen: Unruhe wegen Windkraft

Ganz so glatt geht der südlich von Bimöhlen vorgesehene Windpark doch nicht durch. Rund 30 Einwohner waren am Montagabend in das Bürger- und Feuerwehrhaus zur Gemeindevertretersitzung gekommen, weil sie nicht damit einverstanden sind.

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Windenergie in Schleswig-Holstein: Große Windenergieanlagen prägen in einigen Teilen des Bundeslandes schon das Bild. Hier stehen sie in Nordfriesland.

Quelle: Ulf Dahl

Bimöhlen. Sie sprechen sich dagegen aus, dass sich nun auch in ihrer Gemeinde bald die großen Windräder drehen, oder weil sie sich zumindest nicht ausreichend informiert fühlten. Die Pläne eines auswärtigen Investors sollen nun in einer Einwohnerversammlung vorgestellt werden. Außerdem kündigte Bürgermeister Michael Schirrmacher an, die sogenannten Tabu-Kriterien zu prüfen.

 Nach der Ende vergangenen Jahres aktualisierten Regionalplanung der Landesregierung war eine Windkrafteignungsfläche zwischen Bimöhlen und Hasenmoor an der A7 und der Kreisstraße 89 (Hasenmoorer Straße) in den Plänen aufgetaucht. Bis zu zwölf Windkraftanlagen sind dort möglich.

 Bisher hatte es im Dorf keine Proteste gegeben. Die Fläche liegt weit ab der Bebauung, hier gibt es nur landwirtschaftliche genutzte Wiesen. Bürgermeister Schirrmacher war noch im Februar davon ausgegangen, dass die Gemeinde sich gar nicht offiziell äußern werde.

 Zu den Bimöhlenern, die sich dagegen aussprechen, zählen auch die drei Gemeindevertreter der Wählergemeinschaft (BWG). Sie mobilisierten mit einem Rundschreiben im Dorf die Einwohner. Von denen kamen nun rund 30 zu der Sitzung.

 „Wir sind übereingekommen, zu einer Einwohnerversammlung auch den Investor einzuladen, der dann alle Fragen beantworten kann“, erklärte der Bürgermeister am Ende. Sie findet am Dienstag, 9. Mai, statt. Anschließend soll dann im Planungsausschuss eine Stellungnahme formuliert werden, die Mitte Juni von der Gemeindevertretung verabschiedet wird. „

 Sollte die Gemeinde dabei zu anderen Einschätzungen kommen als die Landesplanung, werde dies in der Stellungnahme mitgeteilt. „Wir nehmen das dann nicht einfach so hin“, versicherte Schirrmacher.

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