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Gauner kennen eine Menge Tricks

Kaltenkirchen Gauner kennen eine Menge Tricks

Manche Übeltäter suchen sich gerade ältere Menschen als Opfer aus. Wie sie sich besser vor kriminellen Machenschaften schützen können, erfuhren Senioren in Kaltenkirchen während einer Informationsveranstaltung. Dabei zeigte sich: Der Enkeltrick funktioniert immer noch.

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Sicherheitsberater Jörg-Henning Schulze demonstrierte den Besuchern, mit welch einfachen Mitteln sich Einbrecher den Zutritt über ein auf Kippstellung geöffnetes Fenster ins Haus verschaffen können.

Quelle: Alexander Christ

Kaltenkirchen. Klaus Otterstetter und Jörg-Henning Schulze sind Mitglieder des Seniorenbeirats Henstedt-Ulzburg und darüber hinaus von der Landespolizei ausgebildete ehrenamtliche Sicherheitsberater für Senioren. Sie hatten eine Reihe von Ratschlägen mitgebracht.

"Haus- oder Wohnungsschlüssel sollten nie unter Fußmatten oder in Blumentöpfen deponiert werden. Diese beliebten Verstecke sind in der einschlägigen Szene bekannt“, riet Otterstetter während der Veranstaltung im Gemeinschaftshaus der Tausendfüßler-Stiftung.

Keine Hinweise geben auf Abwesenheit

Ein weiterer gängiger Trick von Betrügern ist das Vortäuschen eines Schwächeanfalls mit der Bitte, ins Haus gelassen zu werden, um sich ein wenig auszuruhen oder ein Telefonat führen zu dürfen. „Lassen Sie niemals einen Unbekannten in Ihre Wohnung und sichern Sie Ihre Tür vor dem Öffnen mit einer Türkette. Bei längerer Abwesenheit, beispielsweise Urlaub, sollte eine automatische Lichtschaltanlage installiert werden, die eigenständig zu den tagesüblichen Zeiten die Hausbeleuchtung ein- und wieder ausschaltet. „Und beim Besprechen von Anrufbeantwortern verzichten Sie auf die Ansage, dass Sie sich derzeit im Urlaub befinden.“

Eine weitere beliebte Masche: der sogenannte Enkeltrick. Trotz regelmäßiger Aufklärungskampagnen fallen immer wieder Senioren auf diese miese Betrugsmasche herein. Am Beginn steht ein Telefonat, bei dem sich der Anrufer als Enkel (oder anderer naher Verwandter) meldet. Sobald die Angerufenen unbewusst den Vornamen des richtigen Enkels nennen, schlüpft der Betrüger sofort in dessen Rolle. Meist wird ein persönliches Missgeschick wie beispielsweise eine teure Autoreparatur vorgetäuscht, für die das Geld fehlt. „Der angebliche Enkel bittet die gutgläubigen Senioren meist um eine hohe Summe, die in ein paar Stunden von einem Bekannten abgeholt wird. Das ist die Masche“, erklärt Schulze.

Firmenmitarbeiter können sich ausweisen

Niemals sollte man auch auf Anrufe von angeblichen Mitarbeitern von Stadtwerken, Behörden, Ämtern und Trägern von Sozialversicherungen reagieren, bei denen persönliche Daten hinterfragt oder unter Vortäuschung falscher Tatsachen, Geldbeträge in bar einfordert werden.

Weitere Informationen, wie sich Senioren wirkungsvoll vor Übergriffen und Tricks von Straftätern schützen können, gibt es im Internet unter www.sfs.schleswig-holstein.de.

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