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Ausbildungsmesse in Bad Segeberg Hilfe vorm Schulabschluss

Seit über 30 Jahren veranstaltet der Rotary-Club Segeberg Berufsmessen für die Abschlussklassen von Schulen in Bad Segeberg, Wahlstedt und Bornhöved. An neuem Ort, in der Kreissporthalle, aber mit bewährtem Konzept und 50 Ausstellern zog die Messe wieder viele Jugendliche an.

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Die 19-jährige Julia Buchholz plant bei der Bundeswehr eine Ausbildung im Sanitätsdienst. Sie freute sich über die Möglichkeit, auf der Messe mit Denis Labuhn und Peter Levens von der Bundeswehr ins Gespräch zu kommen.

Quelle: Gisela Krohn

Bad Segeberg. Die Zusammenarbeit mit dem Berufsbildungszentrum (BBZ) blieb bestehen, jedoch wurde jetzt erstmals die Kreissporthalle genutzt. Zudem wurden die Schüler der beiden Bad Segeberger Gemeinschaftsschulen und des BBZ zeitlich versetzt eingeladen, damit sie sich in ruhigerer Atmosphäre an den Ständen über die Ausbildungsberufe informieren konnten.

 Von der seitlichen Zuschauertribüne in der Sporthalle konnte man von oben beobachten, wie die Schüler ihre Runde machten, an welchen Ständen größerer Andrang entstand oder wo die Jugendlichen besonders lange für ein Gespräch blieben. „Das sieht gut aus“, befand Henning Ruser. Er ist beim Rotary-Club für die Berufsbildung zuständig. Neben Ausbildungsbetrieben vieler Branchen waren auch weiterführende Schulen, die Fachhochschule Kiel und die Wirtschaftsakademie vor Ort.

 „In erster Linie wenden wir uns an die Neuntklässler“, erklärte Ruser. „Aber die Messe ist ja öffentlich, und so kann jeder hier herkommen, um sich zu informieren.“ Die Chance nahmen auch Jüngere wahr: So machte sich der erst 13-jährige Nico Köneking unter anderem beim Messestand der Landespolizei darüber schlau, in welchen Fächern er gute Noten braucht, um bei der Polizei eine Ausbildung machen zu können. Beamtin Anna Maywald konnte ihm weiterhelfen.

 Auch ältere BBZ-Schüler, die oft bereits konkrete Vorstellungen haben, wohin es beruflich gehen soll, suchten das Gespräch, um noch offene Fragen zu klären. „Ich weiß schon genau, dass ich das machen möchte“, berichtete die 19-jährige Julia Buchholz, die bei der Bundeswehr eine Ausbildung im Sanitätsdienst plant. Sie freute sich über die Möglichkeit, auf der Messe mit Denis Labuhn und Peter Levens von der Bundeswehr ins Gespräch zu kommen.

 Gut kam bei den Jugendlichen an, dass an vielen Ständen Auszubildende anzutreffen waren. So schilderte Gerrit Sachße, der im ersten Zimmermann-Lehrjahr ist, was für ihn persönlich das Wichtigste in seinem Beruf ist. „Du kannst was mit den Händen machen“, erklärte er unter anderem Leon Tilger von der Schule am Burgfeld. Weil er keine Lust hat, lange stillzusitzen, möchte der Schüler eher nicht im Büro arbeiten. Da wäre er aber auch im Garten- und Landschaftsbau richtig. „Außerdem ist das ein kreativer Beruf“, befand Swantje Westphal, die sich gemeinsam mit Lara Saggau und Jasmin Krause bei Nils Hinzmann von der Firma Tilman Kaden über diesen Beruf berichten ließ. Die Neuntklässlerinnen finden es gut, dass man bei diesem Beruf viel draußen ist.

 „Die nächste Ausbildungsmesse veranstaltet der Rotary-Club Segeberg im Februar, wobei aber noch nicht geklärt ist, ob der Standort Wahlstedt, Bornhöved oder Trappenkamp sein wird“, schilderte Henning Ruser. Ein weiterer Schwerpunkt des Serviceclubs liege im internationalen Schüleraustausch sowie in der Vergabe von Auslandsstipendien an junge Berufstätige. Der Rotary-Club Segeberg biete außerdem Jugendlichen der Jahrgänge 11 und 12 der weiterbildenden Schulen in Bad Segeberg eine Studienreihe mit wissenschaftlichen Themen an, die im Unterrichtsplan nicht vorgesehen sind. Daneben unterstützt der Club den Suchtpräventionsunterricht an Grundschulen im Kreis Segeberg, unterhält ein AIDS-Waisenheim in Namibia und fördert eine Vielzahl anderer sozialer Einzelprojekte im Kreis.

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