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Konfrontation mit Rassismus

Ausstellung in Trappenkamp Konfrontation mit Rassismus

Dass Politikunterricht Schüler begeistert, ist nicht immer der Fall. Doch 16 Aufsteller mit Informationen zur politischen Lage der Gegenwart ziehen in diesen Tagen die Schüler der Richard-Hallmann-Schule in Trappenkamp  fast magisch an. Es geht um die Demokratie – und um die Gefahren, die sie bedrohen.

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Sie informieren mit Hilfe einer Ausstellung der Friedrich-Ebert-Stiftung über Demokratie und Rechtsextremismus: Die Leiter der AG Schule ohne Rassismus, Mats Hahn (von rechts) und Liv Lea Wolter, sowie die Zehntklässler Melissa Rosenstein und Tjorben Jens.

Quelle: Detlef Dreessen

Trappenkamp. Vor zehn Tagen hatten Mitarbeiter der SPD-nahen Friedrich-Ebert-Stiftung die Aufsteller nach Trappenkamp gebracht und einige Schüler der Arbeitsgruppe Schule gegen Rassismus mit dem Thema vertraut gemacht. Seitdem können sich vor allem die Leiter der Arbeitsgruppe, die Zwölftklässler Mats Hahn und Liv Lea Wolter (beide 17), kaum noch vor Nachfragen von Schülern und Lehrern retten, die durch die Ausstellung im Foyer des Vortragsraumes geführt werden wollen.

 Glücklicherweise müssen Mats und Liv nicht alle Führungen alleine machen. Vier Mitglieder der AG aus dem zehnten Jahrgang haben sich bereiterklärt, mit zu helfen. So führten gestern Tjorben Jens und Melissa Rosenstein (beide 16) die Schüler der Klasse 7e mit Lehrerin Stefanie Kock durch die Ausstellung. Informationen auf den Tafeln umgaben sie mit Hintergrundwissen und Hinweisen auf heutige Akte der Demokratiefeindlichkeit, ob aus den Reihen rechter Parteien oder Diktaturen in anderen Ländern. „So ruhig erlebe ich die Schüler selten“, bemerkte Stefanie Kock. „Das ist ein Thema, das sie unheimlich interessiert.“ Deshalb hätten die Schüler sie gefragt, ob sie die Ausstellung besuchen könnten.

 Bis Donnerstag ist die Ausstellung noch zu sehen. Um 17.30 Uhr beginnt eine letzte Führung, zu der auch alle Eltern und andere interessierten Trappenkamper eingeladen sind.

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