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Nachwuchs gab Einstand

BT-Orchester Nachwuchs gab Einstand

Beim letzten Kurkonzert im Theater des Kurhauses waren die Sitzreihen gut gefüllt. Zu den Besuchern zählten dieses Mal nämlich auch die zahlreichen Angehörigen der Musiker, die in den vergangenen Monaten viel geprobt hatten, um nun offiziell ins BT-Orchester aufgenommen zu werden.

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Sie wurden nach vierjähriger Ausbildung ins Orchester aufgenommen: (von links) Breadley Lacheta (Posaune), Hannah Gerhards (Oboe), Luca-Marleen Köhncke (Trompete), Ana Suffrian und Antonia von Schlieben (beide Klarinette), Nele Cavelmann (Euphonium) sowie Paul Priemer (Querflöte)

Quelle: Uwe Straehler-Pohl

Bad Bramstedt. Sieben Nachwuchsmusiker standen zum ersten Mal auf der Bühne: Breadley Lacheta (Posaune), Hannah Gerhards (Oboe), Luca-Marleen Köhncke (Trompete), Ana Suffrian und Antonia von Schlieben (beide Klarinette), Nele Cavelmann (Euphonium) sowie Paul Priemer (Querflöte).

 „Vier Jahre lang dauert es, bis der Nachwuchs die sogenannte Orchesterreife erlangt“, erklärt Ausbilderin Anja Schwalgin. Während sie sich im ersten Jahr überwiegend mit der Theorie und dem Harmonium befassen, üben sie im zweiten und dritten Jahr an ihren Instrumenten. Im vierten Jahr schließlich dürfen sie bereits an den Proben des Orchesters teilnehmen. „Aber erst mit der offiziellen Aufnahme spielen sie dann in jedem Konzert mit“, so Schwalgin. Als Abschied von der Zeit als Nachwuchsmusiker und Zeichen für die Aufnahme im Orchester erhielt jeder eine Stoffeule von der Vorsitzenden Jessica Tonn.

 Dass Blasmusik bei jungen Leuten „out“ ist, widerlegt das BT-Orchester, denn an Nachwuchs mangelt es ihm nicht. „Die Musik ist durchaus attraktiv für jugendliche Musiker“, unterstreicht Dirigent Timo Hänf während seiner Moderation des Konzertes. Es sei völlig falsch, bei Blasorchestern nur an Lederhosen, Marschmusik oder Polka zu denken.

 „Mir gefällt die Musik, es sind meistens moderne Stücke und keine Klassik“, sagte die 13-jährige Ana Suffrian. Sie möchte nach der Aufnahme ins Orchesters auf jeden Fall weiter machen. Durch ihre Ausbildung fühle sie sich gut vorbereitet.

 „Das BT-Orchester zeichnet sich dadurch aus, dass über Jahre kontinuierlich gearbeitet wurde“, sagt Hänf: „Ich freue mich, dass ich mit einem so jungen Orchester auch schwierige Stücke aufführen kann. Immer wieder werden unsere jungen Musiker gebeten, andere Orchester zu unterstützen.“ Rund 40 der gut 60 aktiven Mitglieder sind Jugendliche.

 Aber nicht nur den Nachwuchsmusikern wird im BT-Orchester eine musikalische Heimat geboten. Auch um Dirigentennachwuchs wird sich frühzeitig gekümmert. So stellten Michel Schwalgin, Maike Fraikin, Monja Mordhorst und Lara Wirp, die alle ein Instrument im Orchester spielen, unter Beweis, dass sie durchaus in der Lage sind, auch den Takt anzugeben. Im ersten Abschnitt des Konzerts übernahm jeder von ihnen den Taktstock, um die „Wilde Musik“ zu dirigieren. Dahinter verbirgt sich ein Ensemble aus Musikern der vier Ausbildungsjahrgänge sowie um junge Musiker aus dem Gesamt-Orchester bis 16 Jahre.

 Aber auch das Konzert-Programm mit einer Mischung aus Jazz, Beatles-Songs, aber auch Udo Jürgens-Klassikern oder einem Ausschnitt aus dem Musical Starlight Express, traf den Geschmack des Publikums. Auch die Solisten, wie Gert Kruse an der Trompete, hatten sich ihren Sonderapplaus redlich verdient.

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Ein Artikel von
Uwe Straehler-Pohl

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