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Parkscheinautomaten stehen schon

Backofenwiese in Bad Segeberg Parkscheinautomaten stehen schon

Im neuen Jahr wird die Stadt Bad Segeberg auch auf der Backofenwiese am Großen Segeberger See Gebühren für das Abstellen von Autos erheben. Das hat Bürgermeister Dieter Schönfeld jetzt angekündigt. Der Parkschein-Automat ist bereits aufgestellt und betriebsbereit.

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Ab Montag, 4. Januar, wird das Abstellen von Fahrzeugen auf dem Gelände am Großen Segeberger kostenpflichtig. Rund 180 Stellplätze stehen dort zur Verfügung.

Quelle: Thorsten Beck

Bad Segeberg. Ab Montag, 4. Januar, muss bezahlt werden. Grundlage für die Bewirtschaftung der städtischen Fläche ist ein Beschluss der Stadtvertretung vom September im Rahmen der laufenden Haushaltskonsolidierung. Gegen die Stimmen der CDU-Fraktion und des BBS-Vertreters Wolfgang Tödt hatten die Kommunalpolitiker mehrheitlich einen Antrag der SPD beschlossen, der neben der Einführung von Gebühren auf der Backofenwiese auch eine Erhöhung der Grundsteuer auf 425 Prozentpunkte vorsieht. Die Christdemokraten hätten stattdessen lieber die Stellflächen am Gieschenhagen kostenpflichtig gemacht. Dort gilt nun weiterhin eine Parkscheiben-Regelung.

 „Alle Vorarbeiten auf der Backofenwiese sind nunmehr abgeschlossen, so dass der Automat 2016 den Betrieb aufnehmen kann“, erklärte Schönfeld. In der Vergangenheit hatte die Stadt das Areal bereits mit entsprechenden Markierungen versehen und auch baulich neu hergerichtet. Knapp 180 Stellplätze stehen jetzt zur Verfügung, die an Wochentagen vor allem durch Berufstätige zumeist vollständig belegt sind. Zuvor hatte es dort Platz für rund 200 Pkw gegeben; allerdings war auf der Asphaltfläche zum Teil kreuz und quer geparkt worden. Die Reduzierung der Plätze hängt auch damit zusammen, dass die Stadt in der Mitte des Geländes eine langgestreckte Sandfläche geschaffen hat, über die Passanten von der Allee des Friedhofs St. Marien in Richtung des Großen Segeberger Sees geleitet werden sollen. Diese optische Hilfe soll es nicht zuletzt Ortsfremden leichter machen, den Weg zu dem Gewässer zu finden.

 Die Gebühren auf der Backofenwiese seien denen der sogenannten Parkzone 2 angepasst, erklärte der Verwaltungschef. Dazu gehörten bereits die drei Parkscheinautomaten im Winklersgang und der an der Feuerwehrrampe an der B206. Der Mindestbetrag werde 20 Cent für 20 Minuten betragen, nachfolgend seien für weitere 10 Minuten 10 Cent einzuwerfen. „Der Höchstpreis für ein Tagesticket beträgt jedoch immer nur 2,40 Euro“, kündigte Schönfeld an. Weiterhin gibt es die Möglichkeit, im Ordnungsamt der Stadt Bad Segeberg (im Rathaus an der Lübecker Straße) Monatstickets zum Preis von 20 Euro oder Jahrestickets für 200 Euro zu erwerben.

 Die Parkscheine lassen sich mit 10-, 20-, und 50-Cent-Münzen sowie 1- und 2-Euro-Münzen am Automaten bezahlen. Der Bürgermeister bittet in diesem Zusammenhang allerdings zu beachten, dass der Automat, wie alle anderen Parkscheinautomaten in der Stadt Bad Segeberg auch, nicht wechselt.

 Im Haushalt 2016 werden durch diese und andere Maßnahmen – etwa die Fremdenverkehrsabgabe und die Zweitwohnungssteuer – unter dem Strich etwa 360000 Euro mehr an Einnahmen erwartet als im laufenden Jahr. Weil Bad Segeberg einen millionenschweren Schuldenberg vor sich her schiebt, hängt die Stadt, wie unter anderem auch die vier kreisfreien Städte Kiel, Flensburg, Neumünster und Lübeck, am Tropf des Landes. Finanzielle Hilfe gewährt Kiel allerdings nur, wenn die Kommunen mit vorgegebenen Sparmaßnahmen und Einnahme-Erhöhungen selbst zum Schuldenabbau beitragen.

 Die Stadt macht jährlich rund 5 Millionen Euro Verlust. Durch erhöhte Einnahmen kommen dieses Jahr rund 660000 Euro mehr in die Kasse, im kommenden Jahr sollen es schon 1,25 Millionen Euro sein. Dasselbe Ziel wird für 2017 angestrebt. 2018 werden dann die kommunalen Grund- und Gewerbesteuern erhöht. So sollen die Einnahmen gegenüber heute um knapp 1,4 Millionen Euro steigen. Außerdem werden die Ausgaben reduziert, indem sich die Stadt aus 20 bislang kommunalen Aufgaben verabschiedet. Trotz aller Bemühungen erwartet die Verwaltung bis zum Vertragsende 2018 ein weiteres Minus von knapp 17 Millionen Euro.

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