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Backofenwiese wieder gesperrt

Vatertag in Bad Segeberg Backofenwiese wieder gesperrt

Die Stadt Bad Segeberg, das Amt Trave-Land und die Polizeidirektion Segeberg halten auch in diesem Jahr an ihrem gemeinsamen Sicherheitskonzept für den Vatertag fest: An Himmelfahrt – Donnerstag, 14. Mai – wird die Backofenwiese am Großen Segeberger See komplett gesperrt.

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Die Backofenwiese wird an Himmelfahrt wie in den Vorjahren komplett gesperrt. Die Stadt Bad Segeberg hat die Schilder bereits aufgestellt. Die Promenade am Großen Segeberger See bleibt offen, soll aus Furcht vor Vandalismus jedoch stärker als sonst überwacht werden.

Quelle: Stephan Worlitz

Bad Segeberg. „Dieses Verfahren hat sich in den vergangenen Jahren bewährt“, erklärte Hartmut Gieske aus dem Bad Segeberger Ordnungsamt. Derzeit bereitet der städtische Bauhof wieder alles für eine weiträumige Umzäunung der Wiese und des angrenzenden Parkplatzes vor – auch wieder entlang der Wasserseite, damit ein mögliches „Entern“ vom See aus von vornherein unmöglich ist.

 Gerade die Backofenwiese hatte sich über viele Jahre zum Brennpunkt der Vatertagsfeiern im Stadtgebiet entwickelt, wo es vor allem zu späterer Stunde regelmäßig schwere Ausschreitungen unter stark alkoholisierten Besuchern gab. Trotz eines Jahr für Jahr größeren Aufgebots uniformierter Ordnungshüter, die bisweilen mit weit über hundert Einsatzkräften vor Ort waren, wurden Beteiligte zum Teil schwer verletzt.

 Im Jahr 2011 wollten die Verantwortlichen diese Entwicklung nicht mehr hinnehmen. Stadtverwaltung und Amt Trave-Land, in dessen Zuständigkeitsbereich der von Vatertags-Touristen ebenfalls gern besuchte Klein Rönnauer Klüthseehof liegt, verhängten für den Bereich rund um den Großen Segeberger See ein striktes Alkoholverbot und verfügten weitgehende Sperrungen, auch der Wanderwege. Das Konzept griff, die Zahl der Ausschreitungen ging zurück.

 Als die Einschränkungen ein Jahr später dann allerdings auch noch auf den Ihlsee ausgeweitet werden sollten, ging die Sache vor Gericht. Geklagt hatte ein ehemaliger Bad Segeberger. Das Oberverwaltungsgericht in Schleswig bestätigte zwar schließlich in letzter Minute die Sperrung der Backofenwiese, verlangte aber die Öffnung aller Wanderwege um den See herum. Auch das Alkoholverbot wurde – zum Unverständnis von Behörden und Polizei – von den Richtern verworfen.

 Seit die Backofenwiese als abendlicher Sammelpunkt ausfällt, verteilt sich das Party-Volk am Himmelfahrtstag zumeist so wie von den Behörden geplant. Eine Sorge treibt die Stadtverwaltung in diesem Jahr dennoch ganz besonders um: Denn seit ihrer Neugestaltung hat sich die Promenade am Großen Segeberger See zu einem beliebten Anziehungspunkt entwickelt. Rund 2,3 Millionen Euro wurden in das Prestigeprojekt investiert. Vandalismus, in der Kalkbergstadt leider eine immer wiederkehrende Erscheinung, könnte sich dort besonders verheerend auswirken.

 Voriges Jahr hatten die Umzügler den Bereich wegen der laufenden Bauarbeiten und den damit verbundenen Sperrungen zumeist noch gemieden. Das könnte 2015 anders werden. „Wir werden am Donnerstag ein besonderes Auge auf den Bereich haben“, kündigte Gieske an. Das habe man kürzlich auch schon beim Tanz in den Mai so gehalten. Und auch wenn sich die Polizei wie in den vergangenen Jahren optisch eher zurückhalten wird – die Ordnungshüter stehen für alle Fälle bereit.

 Zumindest was das organisierte Feiern angeht, dürfte sich der Schwerpunkt weiter in Richtung Klein Rönnau und damit in den Zuständigkeitsbereich des Amtes Trave-Land verlagern. Der Klüthseehof wirbt schon seit Tagen offensiv für seine Veranstaltung.

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