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Straßenzug wird 2018 zur Großbaustelle

Bad Bramstedt Straßenzug wird 2018 zur Großbaustelle

2018 werden Landweg und Bimöhler Straßein Bad Bramstedt komplett saniert. Im Bauausschuss wurde die "größte Baustelle seit Jahren" (Bürgermeister Hans-Jürgen Kütbach) vorgestellt. Die Anwohner sorgen sich vor allem wegen der zu erwartenden Anliegerbeiträge, die Lädenbesitzer um die Straßensperrung.

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In der Bimöhler Straße ist Slalomfahren angesagt. Viele Anwohner haben zu wenig Platz auf ihren Grundstücken und parken ihre Autos am Fahrbahnrand.

Quelle: Einar Behn

Bad Bramstedt. Anlass für die Totalsanierung von Fahrbahn und Bürgersteigen ist die Erneuerung der maroden Kanalisation unter dem Straßenzug. Der Bauausschuss diskutierte nun, wie die Straße umgestaltet werden könnte, fällte aber noch keine Beschlüsse. Die Bauarbeiten sollen im März 2018 beginnen und werden voraussichtlich ein Jahr andauern.

Der rund 600 Meter lange Landweg wird den ersten Bauabschnitt bilden. Hier fahren täglich rund 7000 bis 8000 Autos, womit die Straße zu den meistbefahrenen in Bad Bramstedt zählt. Der vom Bauamt beauftragte Tiefbauingenieur Christoph Krüger aus Neumünster stellte einen Plan vor, nach dem Sicherheitsstreifen für Radfahrer auf beiden Seiten der Straße aufgebracht werden und drei Verkehrsinseln Fußgängern das Überqueren erleichtern sollen.

Münden könnte der Landweg vor der Maria-Magdalenen-Kirche in einen Kreisverkehr mit 40 Meter Breite, eventuell auch nur 30 Meter. Der allerdings soll, wenn überhaupt, erst später gebaut werden und hat mit der eigentlichen Straßensanierung nicht zu tun. Am Bahnhof ist zudem die lange geplante Abbiegespur zu König-Christian-Straße vorgesehen, damit die Staus vor der geschlossenen Bahnschranke verringert werden.

Der zweite Bauabschnitt betrifft die Bimöhler Straße. Krüger stellte drei Varianten vor. Die größte Chance hat wohl die Variante, bei der Parkstreifen auf der Fahrbahn markiert werden. Fahrradschutzstreifen sind dann allerdings nicht mehr möglich. Radfahrer müssen dann die Straße benutzen.

Anliegerbeiträge werden die Grundstücksbesitzer sowohl im Landweg als auch in der Bimöhler Straße bezahlen müssen. „Wir sind verpflichtet, sie zu erheben“, betonte Bürgermeister Kütbach. Ganz so teuer wie in anderen Straßen wird es aber wohl nicht. Die Kreisstraße 111 ist als Hauptverkehrsstraße eingruppiert, der die Ausbaubeiträge haben damit die niedrigsten Prozentsätze. Und sie werden nur für Arbeiten erhoben, die mit dem Bürgersteig zusammenhängen: Pflasterungen, Straßenlaternen und die Regenentwässerung der Bürgersteige.

Sorgen bereitet die Großbaustelle vor allem den Geschäftsinhabern im Landweg, die um ihre Umsätze fürchten. Reinbacher versicherte, abschnittsweise vorzugehen, sodass die Grundstücke die meiste Zeit über erreichbar bleiben. „Wir werden die Interesse der Läden berücksichtigen“, versprach der Bauamtsleiter. Die beiden Straßen werden aber für den Durchgangsverkehr komplett gesperrt sein.

Der Bauausschuss nahm die Pläne zunächst nur zur Kenntnis. Am Montag, 6. November, soll eine Anliegeranhörung folgen, danach wird das Thema im Bauausschuss wieder aufgerufen.

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