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700 Jahre Kirche als Buch

Bad Bramstedt 700 Jahre Kirche als Buch

Etwas verspätet zwar, aber doch noch rechtzeitig im Jubiläumsjahr der Maria-Magdalenen-Kirche wird das Buch „Die Maria-Magdalenen-Kirche in Bad Bramstedt 1316 – 2016“ im September erscheinen. Das kündigte Stefan Eick vom Solivagus Verlag an.

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Stefan Magnussen (von links), Katja Hillebrandt und Knut-Hinrich Kollex forschten in Archiven zur Geschichte der Maria-Magdalenen-Kirche.

Quelle: Petra Kruse

Bad Bramstedt. Das Werk hätte eigentlich schon zur Festwoche anlässlich des 700-jährigen Bestehens des Bad Bramstedter Gotteshauses Anfang Juli erscheinen sollen. Das Interesse an dem Werk ist offenbar groß. Bis auf den letzten Platz war der Gemeindesaal am Schlüskamp bei der öffentlichen Vorstellung des Projekts besetzt. Die Autoren Stefan Magnussen, Knut-Hinrich Kollex und Katja Hillebrandt lasen Auszüge aus den von ihnen verfassten Buchteilen vor und zeigten Fotos, die in dem zirka 200 Seiten umfassenden Buch zu finden sein werden. Pastor Rainer Rahlmeier, der die Veranstaltung moderierte, las Auszüge aus dem Teil der vierten Autorin Nadine Albers, die verhindert war, vor. Sie hat sich mit dem Mittelalter befasst.

 Für Heiterkeit sorgten Passagen von Stefan Magnussen, der berichtete, dass die Bad Bramstedter im 17. und 18. Jahrhundert von einigen streitbaren Pastoren als „boshafte und halsstarrige Köpfe“ beschimpft wurden, die nicht einmal davor Halt gemacht hätten, ihre Toten eigenständig zu bestatten, dem Pastor die Tür vor der Nase zuschlugen und sich weigerten, Schul- und Holzgeld zu zahlen.

 Fast zum Erliegen kam das Gemeindeleben während des Zweiten Weltkrieges. Knut-Hinrich Kollex hat sich der neueren Geschichte gewidmet und auch die Zeit des Nationalsozialismus untersucht. Die Gemeinde hatte damals eine große Zahl von Kirchenaustritten, die Veranstaltungen der NSDAP waren offenbar interessanter für viele Bad Bramstedter. Der damalige Pastor Martin Christiansen war kein Parteigänger. Er versuchte der Kirchengemeinde Freiräume zu bewahren, was ihm auch übel genommen wurde. Die Nazis kassierten 1942 die Kirchenglocken ein, um sie für die Rüstungsindustrie einzuschmelzen.

 „Wir werden rechtzeitig zum Verkaufsstart mit Plakaten für das Buch werben“, kündigte Verlagschef Eick an.

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