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Aldi: Abriss und Neubau

Bad Bramstedt Aldi: Abriss und Neubau

Der erst sieben Jahre alte Aldi-Markt an der Hamburger Straße in Bad Bramstedt wird nicht erweitert, sondern abgerissen und komplett neu gebaut. Die Pläne des Discount-Unternehmens wurden vom Planungsausschuss mit großer Mehrheit akzeptiert.

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Wie dieser neue Aldi-Markt in Fahrdorf (Kreis Schleswig-Flensburg) soll auch der neue in Bad Bramstedt aussehen.

Quelle: Barbara Burg + Oliver Schuh

Bad Bramstedt. Über die Architektur gehen die Meinungen allerdings auseinander. Bisher hat der Markt eine Verkaufsfläche von 800 Quadratmetern, was nicht mehr dem Aldi-Standard entspricht. Der Neubau soll eine Verkaufsfläche von zunächst 1000 Quadratmetern bekommen, die dann durch innere Umgestaltungen noch bis auf 1200 Quadratmeter erweiterbar ist. Auch der Aldi-Markt im Famila-Gebäude wird zurzeit auf die neuen Maße vergrößert. Die Bauarbeiten laufen seit einigen Tagen, der Markt ist dafür geschlossen.

 Aldi will an der Hamburger Straße einen modernen Flachdachbau mit Solaranlagen auf dem Dach errichten. Gerhard Schönau (Grüne) fühlte sich im Planungsausschuss, als er Aufnahmen eines solchen Marktes per Beamer an die Wand geworfen sah, an einen „Schuhkarton“ erinnert. Heidi Meins (CDU) findet dagegen, das Gebäude sei „eine Augenweide“. Das vorhandene Gebäude hat über dem Eingang ein Giebeldach und eine rote Klinkerfassade. Aldi hatte solche Gebäude seit den 1990er Jahren gebaut, weil sie sich besser in kleinstädtische Architektur einpassen und damit weniger Widerstand von Kommunalpolitikern zu befürchten war. Das Konzept wurde aber zugunsten der Flachdach-Architektur aufgegeben.

 Von den Bad Bramstedter Ortspolitikern ist mehrheitlich jedoch kein Widerstand zu erwarten. Im Planungsausschuss gab es nur zwei Gegenstimmen für die nötige Änderung des Bebauungsplanes. Einer der Abweichler ist Volker Wrage (CDU). Er erinnerte daran, dass die Stadt den Aldi-Markt in der Hamburger Straße eigentlich komplett verhindern wollte. Früher stand auf dem Grundstück ein VW-Autohaus. „Wir wollten, dass Aldi auf dem Bleeck bleibt“, so Wrage. Der Markt neben dem Schloss auf dem Bleeck wird heute von Kik genutzt. Die Stadt musste 2008 aber dem Umzug zustimmen, weil ein Discounter in dem als Mischgebiet ausgewiesenen Stadtbereich zulässig ist. Nicht verpflichtet ist die Stadt allerdings, dem Erweiterungswunsch nachzukommen. „Wir hatten damals 800 Quadratmeter zugelassen und dabei sollte es auch bleiben“, so Wrage.

 Die maximale Gebäudehöhe setzte der Planungsausschuss auf 6,50 Meter fest. Im Entwurf des B-Planes waren acht Meter genannt, was dann allerdings eine zweigeschossige Bauweise ermöglicht hätte.

 Unerwähnt blieb in der Diskussion die Unterschriftensammlung der Anwohner des Caspar-Fuchs-Weges. Sie hatten gegen die erwartete zusätzliche Lärmbelästigung protestiert. Der Neubau rückt nämlich deutlich dichter an ihre Wohnhäuser heran. Allerdings muss Aldi eine Lärmschutzwand errichten und die Ladezone umbauen.

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