14 ° / 9 ° Regen

Navigation:
Ehepaar musste Ägypten schnell verlassen

Bad Bramstedt/ Alexandria Ehepaar musste Ägypten schnell verlassen

Nicht unmittelbar, aber an Bord eines Schiffes hat das Bad Bramstedter Ehepaar Ansgar und Andrea Schroedter die Folgen der Anschläge am Sonntag in der ägyptischen Hafenstadt Alexandria und der Stadt Tanta im Nildelta zu spüren bekommen. Ihr Kreuzfahrtschiff legte früher wieder ab als geplant.

Voriger Artikel
Bauplätze gegen den Einwohnerschwund
Nächster Artikel
SPD empört über Facebook-Eintrag

Ehepaar Ansgar und Andrea Schroedter auf dem Kreuzfahrtschiff, das auch in Alexandria Stopp machte.

Quelle: Anna Maria Persiehl

Bad Bramstedt. Der Inhaber eines Malergeschäfts und die Vorsitzende des Bürger- und Verkehrsvereins Bad Bramstedt waren Gäste einer 16-tägigen Kreuzfahrt und am Palmsonntag in Alexandria zu einem Landgang aufgebrochen.

Vor der koptischen St.-Markus-Kathedrale in Alexandria sprengte sich ein Selbstmordattentäter in die Luft, in Tanta war zuvor ein Sprengsatz in der Kirche der christlichen Minderheit detoniert. 44 Menschen verloren ihr Leben bei den Anschlägen, mehr als 100 wurden verletzt.

Kapitän Thomas Roth von „Mein Schiff 3“ von TUI Cruises ließ alle Ausflügler aus Alexandria und der Hauptstadt Kairo in einem besonders bewachten Konvoi zurück zum Schiff bringen, das fünf Stunden früher als geplant Alexandria in Richtung Antalya an der türkischen Riviera verließ. Die ägyptischen Behörden hatten bereits die Sicherheitschecks auf dem Hafengelände in Alexandria verschärft, wenig später kündigte Staatschef Al-Sisi an, den Ausnahmezustand verhängen zu wollen.

Ansgar und Andrea Schroedter freuten sich, vor dem Abbruch des Landgangs es geschafft zu haben, nach einem Besuch im Ägyptischen Museum in Kairo den Höhepunkt des Ausflugs, die Pyramiden von Gizeh, zu besichtigen. Die berühmte Sphinx konnten die Ausflügler allerdings nur noch vom Bus aus bewundern.

Dass Panik kein guter Reisegenosse ist, machten die Kreuzfahrtgäste aus Bad Bramstedt deutlich. „Etwas mulmig war uns schon, aber wir hatten keine Angst“, erklärte Ansgar Schroedter nach dem Verlassen Alexandrias. Bis auf die erschütternden Ereignisse auf der letzten Etappe der Kreuzfahrt zeigten sich die Schroedters beeindruckt von der Reise.

Von Anna Maria Persiehl

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Aktuelle Nachrichten aus der Segeberger Zeitung
Mehr aus Nachrichten aus Segeberg 2/3