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Amir bekommt bald ein Fahrrad

Bad Bramstedt Amir bekommt bald ein Fahrrad

Seit vier Wochen läuft in Bad Bramstedt ein Projekt, das praktische Hilfe und Integrationsarbeit miteinander verbindet. In Teilen des ehemaligen Edeka-Marktes in der Straße Sommerland gibt es jetzt eine kleine Werkstatt, in der Fahrräder für Flüchtlinge fit gemacht werden.

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Gemeinsam mit Christian Vogt (rechts) bastelt der elfjährige Amir an seinem Fahrrad und freut sich schon auf die ersten Ausfahrten.

Quelle: Uwe Straehler-Pohl

Bad Bramstedt. Schon vor ein paar Monaten hatte die Flüchtlingsbeauftragte der Stadt, Steffanie Schärmann, dazu aufgerufen, Fahrräder für die Asylsuchenden zu spenden. Gesucht wurden auch ehrenamtliche Helfer, die diese Räder reparieren.

 Jetzt hat die Suche ein Ende: Christoph Vogt hat seine Hilfe angeboten. Seit Februar ist der Bad Bramstedter Rentner. Er habe überlegt, wie er seine Freizeit sinnvoll nutzen kann. „Ich bin handwerklich geschickt, und da wo ich helfen kann, werde ich es machen“, sagt Vogt.

 Schärmann hatte außerdem die Idee, dass freiwillige Helfer den Flüchtlingen das Radfahren beibringen könnten. „Doch anfangs hatten wir nicht ausreichend Fahrräder, dann keine Helfer. Jetzt ist beides zusammengekommen“, freut sich Bürgermeister Hans-Jürgen Kütbach. Neben Christoph Vogt haben sich auch Rudolf Janke und Erhard Asbrand als handwerklich geschickte Helfer gefunden.

 Die Reparaturen an den Rädern sind zwar kostenlos, allerdings müssen die Ersatzteile von den Flüchtlingen aus eigener Tasche bezahlt werden. Außerdem sollen sie sich bei der Reparatur unter Anleitung der Helfer beteiligen. Für den elfjährigen Amir Esmailzadeh kein Problem: Zielstrebig schnappt er sich den richtigen Ringschlüssel und hilft Christoph Vogt. „Ich freue mich“, sagt er zu seinem neuen Fahrrad, mit dem er bald durch die Gegend radeln will. „Aber die Kette muss vorher repariert werden“, sagt er.

 „Wir überlegen noch, wie wir die Hilfe zum Radfahren gestalten wollen“, sagt Kütbach. Eventuell könne man die Polizei um Unterstützung bitten. Toll wäre es, wenn sich vor allem Frauen melden würden, die den weiblichen Asylsuchenden das Radfahren beibringen wollen. Interessierte können sich an die Flüchtlingsbeauftragte Schärmann im Rathaus wenden (Tel. 04192/50656). Auch Fahrräder werden immer noch gesucht.

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