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"Haus an den Auen" kann bezogen werden

Bad Bramstedt "Haus an den Auen" kann bezogen werden

20 Jahre Planung und ein Jahr Bauzeit liegen hinter Jochen Josenhans und Barbara Schlaghecke-Josenhans. Nun ist das neue „Haus an den Auen“ in Bad Bramstedt fast fertig. Die Bewohner haben bereits ihre Schlüssel bekommen. Sie wollen hier nicht nebeneinander sondern miteinander wohnen.

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Jochen Josenhans vor dem neuen "Haus an den Auen". Die ersten Überlegungen dazu stellte er schon vor 20 Jahren an.

Quelle: Einar Behn

Bad Bramstedt. Entstanden ist ein vierflügeliger Geschossbau mit 24 Wohnungen. Sechs davon sind als Eigentumswohnungen verkauft, 16 vermietet. Auch das Paar Josenhans hat seine 100 Quadratmeter Wohnung gemietet. „Wir brauchen einfach mehr Mieter als Eigentümer, sonst geht die Finanzierung nicht auf“, sagt der Projektplaner. Die Bausumme von 5 Millionen Euro muss nämlich von einer Genossenschaft finanziert werden, in der alle Mieter und Eigentümer Mitglied sind.

Während die Eigentümer einen kostendeckenden Kaufpreis bezahlen, müssen die Mietwohnungen über Darlehen der Genossenschaft finanziert werden. Und das funktioniert nur, wenn möglichst viele Mieter einen einmaligen Genossenschaftsanteil von rund 25.000 Euro bezahlen.

Das ist nun geschafft, alle Wohnungen sind vergeben. „Wir freuen uns auf den Einzug“, sagt Barbara Schlaghecke-Josenhans. Sie ist 65, ihr Mann 68 Jahre alt. 30 Jahre haben sie in einem idyllischen Einfamilienhaus am Ende des Falkenwegs gewohnt. „Es ist ein großer Schritt, aber auch ein Neubeginn“, sagt sie.

Die Altersspanne der künftigen Bewohner des „Hauses an den Auen“ reicht von 12 bis 75 Jahre. Eine Familie mit Kind zieht ein, die meisten sind aber schon im fortgeschrittenen Alter. Der Einsamkeit im Alter zu begegnen, ist eines der großen Anliegen der Wohnprojektinitiative, das sich auch in der Architektur wiederfindet. Die Wohnungen sind alle über Laubengänge erreichbar. Man kommt also zwangsläufig beim Nachbarn vorbei.

Auch sonst ist das Haus auf Gemeinschaft ausgerichtet. Nicht nur ein 60 Quadratmeter großer Raum steht für alle zur Verfügung, auch auf den Laubengänge gibt es Plätze, wo die Bewohner sich treffen und klönen können. Und im Frühjahr wird ein schöner Garten angelegt, der allen offen steht. Sogar ein kleiner Teich wird hier entstehen, der allerdings auch seine Funktion hat. Hier sammelt sich das gesamte Regenwasser vom Grundstück und versickert.

„Wir hatten mit dem Bau einen Generalunternehmer beauftragt und dachten anfangs, dann müssen wir uns um nichts mehr kümmern. Das war aber nicht so. Es kam ständig etwas Neues hinzu und wir mussten die Kosten immer wieder neu kalkulieren“, so Josenhans. So manches Mal stand das Projekt auf der Kippe.

Die Aussicht, die Josenhans von seinem großen Balkon genießen kann, entschädigt für manches Mühsal der Vergangenheit. Zufrieden blickt er in die Auenniederung, genau dort hin, wo Ohlau„ und Schmalfelder Au zusammenfließen und sagt: „Hier will ich bleiben, solange es nur irgendwie geht.“

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