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Die Sorgen der Radfahrer

Bad Bramstedt Die Sorgen der Radfahrer

Mit der Umgestaltung des Bleecks in Bad Bramstedt wurde erstmals auch eine sogenannte Radfahrerblase in der Glückstädter Straße auf den Asphalt gemalt. Doch so richtig hilft sie auch nicht weiter. Denn wo sollen Radfahrer nach dem Abbiegen an der Kreuzung bleiben? Die Stadtverwaltung brachte nun Radspuren ins Gespräch.

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Die meisten Radfahrer meiden die Fahrradblase in der Glückstädter Straße. Sie sollen sich dort vor den haltenden Autos platzieren. Die meisten radeln lieber auf dem Bürgersteig, was an dieser Stelle allerdings auch erlaubt ist.

Quelle: Einar Behn

Bad Bramstedt. Mit dem Bleeck-Umbau ist auch der Radweg auf der Ostseite des Marktplatzes verschwunden. Für die Verkehrsaufsicht des Kreises Segeberg war das Anlass für eine Neuregelung. Radfahrer sollen in der Innenstadt die Fahrbahn benutzen. Deshalb entstand in der Glückstädter Straße am Rolandseck die Blase: Radler müssen sich hier bei roter Ampel vor den wartenden Autos positionieren. Sie sind damit im Sichtfeld der Autofahrer. Aber wohin nach dem Abbiegen? Die Rechtsprechung besagt, dass Radfahrer die Fahrbahn nutzen sollen. In der Tempo-20-Zone Bleeck ist das unproblematisch. Wer aber in Richtung Beecker Brücke/Kirchenbleeck will, findet sich auf einer vielbefahrenen Straße wieder, in der Tempo 50 gilt.

 Die meisten Radfahrer meiden diese Verkehrsführung und benutzen lieber den Bürgersteig. Bauamtsleiter Udo Reinbacher stellte nun im städtischen Verkehrsausschuss einen Plan vor, nach dem Radspuren mit einer Breite von 1,85 Meter an den Fahrbahnrändern aufgebracht werden. Bei einer Fahrbahnbreite an der Kreuzung Rolandseck von 11,23 Meter wird es dann allerdings schmal für die Autofahrer. Nur 7,53 Meter verbleiben, die vorhandene Linksabbiegespur zur Mühlenstraße müsste wohl verschwinden.

 Alternativ dazu könnte auf den Fahrradstreifen auf der Ostseite verzichten werden. Hier können die Radfahrer vor der Sparkasse auf den Bürgersteig fahren. Ein entsprechendes blau-weißes Schild weist ihn als kombinierten Rad- und Gehweg aus, was aber nach der Rechtsprechung auch nicht mehr zulässig ist. Auf der Westseite ist die Situation besonders prekär. Auch hier nutzen viele Radfahrer den Bürgersteig, obwohl es nicht erlaubt ist. Am Restaurant „Schönes“ (früher Rolandseck) ist der Fußweg so eng, dass es immer wieder zu gefährlichen Situationen kommt. Das Problem mit den Linksabbiegern aus der Glückstädter Straße wird mit einer einseitigen Fahrradspur allerdings nicht gelöst.

 Reinbacher kündigte an, die Pläne mit der Verkehrsaufsicht und der Polizei näher zu erörtern. Im Verkehrsausschuss stieß er auf grundsätzlich positive Resonanz. Jonas Schröder-Doms (SPD) sagte: „Ich finde solche Radspuren gut. Als Radfahrer steht man dort zurzeit mitten im Verkehr.“ Volker Wrage (CDU) sorgte sich allerdings darum, dass „für die Autos nicht mehr viel übrig bleibt“. Sein Fraktionskollege Arthur Schroedter empfahl Radspuren wie in Hitzhusen auf der ehemaligen Bundesstraße 206. „Die Linien sind gestrichelt und dürfen von Autos überfahren werden.“ Allerdings waren diese durchbrochenen Linien der Nachbargemeinde nur nach zähem Ringen mit der Verkehrsaufsicht genehmigt worden. Rechtlich haben sie keine Bewandtnis.

 Schröder-Doms meinte zudem, dass die Fahrradstreifen auf den vorliegenden Plänen im Nichts verlaufen. Sie müssten über die Kirchenkreuzung hinaus auch weitergeführt werden. Aber: Im Maienbeeck sperren sich die Geschäftsinhaber gegen Radspuren, die dann zu Lasten der Parkplätze am Fahrbahnrand gehen. Im Landweg dürfte kaum Platz für solche Spuren sein, und für den Liethberg, die ehemalige Landesstraße 319, hatte der Verkehrsausschuss selbst erst vor drei Jahren Radspuren verworfen, die damals nach der Neuasphaltierung noch auf Kosten des Landes hätten aufgebracht werden können.

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