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Die Stadt wächst weiter

Bad Bramstedt Die Stadt wächst weiter

Bad Bramstedt wächst wieder. Landesentwicklungsgesellschaft, Baufirmen und Stadtverantwortliche trafen sich an der Bimöhler Straße, um den symbolischen ersten Spatenstich für die Erweiterung des Baugebietes „Am Alten Kurpark“ zu setzen. 111 Baugrundstücke werden erschlossen.

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LEG-Geschäftsführer Tim Holborn, Bürgermeister Hans-Jürgen Kütbach, Bürgervorsteherin Annegret Mißfeldt und Jens Laber vom Tiefbaunternehmen Eurovia.

Quelle: Einar Behn

Bad Bramstedt. Erst vor zwei Jahren hatte es bereits einen ersten Spatenstich durch die Landesentwicklungsgesellschaft (LEG) auf den Wiesen an der Bimöhler Straße gegeben. Damals wurde das Baugebiet „Am Alten Kurpark“ erschlossen, das nun in Richtung Bundesstraße 206 (Ortsumgehung) erweitert wird. „Ich bin überrascht, wie schnell sich die Entwicklung fortsetzt“, sagte LEG-Geschäftsführer Tim Holborn. „Bad Bramstedt hat sich zu einem Anziehungspunkt für Bauwillige entwickelt.“ Die gute Verkehrsanbindung und die „liebliche Auenlandschaft“ trügen dazu bei. Der erste Bauabschnitt ist bereits ausverkauft.

 Der Name „Alter Kurpark“ verweist darauf, dass bis in die 1930er Jahre tatsächlich südlich des Baugebietes der Bad Bramstedter Kurpark lag, auch Rügerpark genannt. Dort hatte auch das Kurhaus gestanden.

 Auf zwölf Hektar entstehen nun 101 Grundstücke für Einfamilien- und Doppelhäuser sowie zehn für den Geschossbau, darunter ein Mietshaus mit Sozialwohnungen. Die Baugrundstücke für den privaten Hausbau sind zwischen 500 und 800 Quadratmeter groß. Sie werden zu Quadratmeterpreisen zwischen 150 und 185 Euro angeboten.

 Holborn lobte die effektive Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung: „Vom Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan bis zum ersten Spatenstich sind gerade einmal sieben Monate vergangen.“ Das Bauamt habe ausgesprochen schnell gearbeitet. Behördenleiter Udo Reinbacher hatte er als „gewieften Verhandlungspartner“ kennengelernt. „Man muss immer aufpassen, dass man hinterher noch was in der Tasche hat.“

 Reinbacher war es gelungen, die LEG an den Kosten für den 2017 geplanten Ausbau der Landweg-Kreuzung zu beteiligen, an der es bei geschlossenen Bahnschranken häufig zu Staus kommt. Durch das LEG-Neubaugebiet wird das Verkehrsaufkommen auf der Kreuzung weiter steigen. Die LEG investiert 8,3 Millionen Euro in die Erschließung des Baugeländes. „Ein guter Teil des Geldes bleibt bei Firmen in der Region“, sagte Holborn.

 Bürgermeister Hans-Jürgen Kütbach erinnerte daran, dass die Wiesen südlich der Bimöhler Straße bereits im vor 20 Jahren aufgestellten Flächennutzungsplan als Bauland vorgesehen sind. Der Plan sehe ein Wachstum der Einwohnerzahl bis 16000 vor (zurzeit: knapp 14000). „Damit bleibt der kleinstädtische Charakter erhalten“, meint der Bürgermeister. Mit der Erweiterung des LEG-Neubaugebietes habe die Stadt „nicht nur an gutverdienende Familien gedacht, die sich hier ihr Eigenheim bauen, sondern auch eine Fläche für den sozialen Wohnungsbau reserviert“, betonte Kütbach.

 Nach Angaben von LEG-Chef Holborn soll das Gebiet bis 2019 bebaut sein. Bis zur Ortsumgehung könnten danach noch einige Hektar weiteres Bauland erschlossen werden. So sieht es auch der Flächennutzungsplan vor. Diese Wiesen hat sich die LEG bisher allerdings noch nicht gesichert.

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