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Ein Jahr Proben hat sich gelohnt

Bad Bramstedt Ein Jahr Proben hat sich gelohnt

Drei Mal führten junge Mitglieder des Tanzclub (TC) Roland im Bad Bramstedter Kurhaustheater das Tanzmusical „The Time of My Life“ auf. Bei der Premiere feierten sie vor einem dankbarem Publikum im ausverkauften Haus einen triumphalen Erfolg.

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Die Hauptdarsteller Janne Baldauf und Dario Leittersdorf.

Quelle: Jann Roolfs

Bad Bramstedt. Ein Jahr dauerten die Proben. „Dafür, dass sie Amateure sind, machen sie das ganz toll“, urteilte Nicole Carl in der Pause. Die Bramstedterin war mit keinem Mitwirkenden verwandt oder befreundet und gehörte damit zu einer Minderheit in den Theatersesseln. „Die Mädels kann man kaum verstehen“, merkte Carls Freundin in der Pause allerdings an. „Aber ich bin beeindruckt, wie oft die sich umziehen müssen.“

 Wobei die Kostüme im Musical wohl wichtiger sind als der Text. Immer wieder wirbelten große Gruppen über die Bühne und beeindruckten mit synchronem Tanz, mal in Petticoats, mal in Hot Pants. Dazu gab es Musik vor allem aus den 1960ern, durchweg bekannte Lieder. Die Mischung sorgte für viel Szenenapplaus und animierte zum Mitklatschen.

 Die Story des Musicals ist diejenige des Filmerfolgs „Dirty Dancing“: Behütete Tochter kommt im Urlaub in Kreise, in denen das „schmutzige Tanzen“ praktiziert wird. Sie springt als Ersatz für eine Aufführung ein, verliebt sich in den Tanzlehrer, es kommt zu Verwicklungen, und am Ende klären sich alle Missverständnisse auf. Die Handlung bietet natürlich viele Gelegenheiten, auf der Bühne zu tanzen, und darum geht es ja schließlich bei einem Tanzclub. Vor allem die Hauptdarsteller mussten oft Paartänze vorführen, eine besondere Herausforderung, die vor allem Dario Leittersdorf als Johnny souverän meisterte. Janne Baldauf, als „Baby“ bei der Premiere seine Partnerin, musste zusätzlich noch die ungeschickte Tänzerin geben, die von Johnny erst lernen muss, wie es geht: „Es muss von Herzen kommen“, sagt er und legt ihre Hand auf seine Brust.

 Diesen Kitsch quittierten die Zuschauer mit Gelächter. Als Baby später Johnny das T-Shirt auszog, johlten sie. Das Publikum ging wirklich leidenschaftlich mit.

 „Die machen das sehr gut“, befand Patrick Mönch. Viele Freunde des Bramstedters wirkten beim Musical mit, er selbst habe kein Zeit dazu: „Ich bin eher der Wolters-Tänzer“, sagte er in Anspielung auf die Dorf-Discos in Weddelbrook. Dominic Steinhoff aus Hamburg fieberte ganz besonders mit, seine Freundin spielte und tanzte die Hauptrolle. „Super, echt toll“ fand er die Leistung des Ensembles.

 Günter Behring aus Fuhlendorf hatte seiner Enkeltochter versprochen, zur Premiere zu kommen, sie machte ebenfalls mit. „Sehr gut“ fand er die Vorstellung: „Die haben alle sehr schön geübt.“ Selbst tanzt Behring nicht, aber: „Ich muss ja mal den Erfolg sehen, ich habe sie zum Üben gefahren.“

 Das Proben hatte sich gelohnt, die rasanten Szenenwechsel und vielen Tanzeinlagen klappten gut. Den Mädchen – und wenigen Jungen – in den großen Gruppen sah man aus den ersten Reihen an, dass sie Spaß daran hatten, vor Publikum zu zeigen, was sie einstudiert hatten.

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