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Famila-Einbruch vor Gericht

Bad Bramstedt Famila-Einbruch vor Gericht

Am Montag begann vor dem Landgericht in Kiel die Verhandlung gegen zwei Angeklagte, denen eine Einbruchserie in ganz Norddeutschland zur Last gelegt wird. In Bad Bramstedt wurden dabei im Dezember 2014 Zigaretten im Wert von 21000 Euro bei Famila entwendet.

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In den Famila-Markt in Bad Bramstedt drangen die Täter über das Dach ein. Sie öffneten gewaltsam ein Oberlicht und stiegen auf einer mitgebrachten Leiter hinab.

Quelle: Einar Behn

Bad Bramstedt. Sie sehen nicht wie Schwerverbrecher aus, eher wie Handwerker. Und das waren sie auch, bis sie 2014 offenbar beschlossen, ihren Lebensunterhalt durch Einbrüche zu bestreiten – so sieht es jedenfalls die Anklagebehörde. Bernhard H., ein 50-jähriger Koch, und Cord W., ein 66-jähriger Autolackierer, saßen am Montag vor der 7. Großen Strafkammer des Landgerichts Kiel.

 Die Tat geschah am 15. Dezember 2014. Angelastet wird sie dem 50-Jährigen, der mit einem Komplizen unterwegs gewesen sein soll. Ob es sich um W. handelte, der bei anderen Delikten mit H. unterwegs war, konnte offenbar nicht ermittelt werden. Die Täter hatten nachts ein Oberlicht auf dem Flachdachgebäude des Verbrauchermarktes aufgebrochen und waren dann mit einer Leiter in den Laden hinabgestiegen, wo sie sämtliche Zigaretten mitnahmen. Den Schaden merkten die Mitarbeiter erst am nächsten Morgen.

 In die Fänge der Polizei geriet das Duo 2016 in Heide.

 Erst im Lauf der weiteren Ermittlungen konnte per DNA-Abgleich festgestellt werden, dass die beiden Hamburger als Duo oder möglicherweise auch noch mit unbekannten weiteren Tätern im ganzen norddeutschen Raum unterwegs waren. Insgesamt zehn Taten werden ihnen zur Last gelegt: neben Bad Bramstedt auch in Neumünster, in Oldenburg in Holstein sowie in Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern. Meistens drangen sie laut Staatsanwalt über das Dach in die Verbraucher- und Baumärkte ein.

 Die beiden Angeklagten, die von Justizbeamten aus der U-Haft in den Verhandlungssaal gebracht wurden, wollten sich nicht zur Anklage äußern. Staatsanwalt Christopher Sievers, Richter Carsten Tapp und die Verteidiger zogen sich anschließend zu einer „Verfahrensabsprache“ zurück. Wenn sich alle Seiten auf ein Strafmaß einigen, könnte schon am 15. Februar das Urteil gesprochen werden.

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