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Feuerwache: So geht’s nicht mehr

Bad Bramstedt Feuerwache: So geht’s nicht mehr

Der mangelhafte Zustand des Feuerwehrgerätehauses in Bad Bramstedt ist allen Verantwortlichen hinlänglich bekannt, eine Entscheidung über eine Erweiterung oder Neubau steht seit langem aus. Hilfe kommt jetzt von Gutachtern, die Mängel bestätigten.

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„Wir platzen aus allen Nähten“, sagt Marco Ranuschewitz, hauptamtlicher Gerätewart der Feuerwehr Bad Bramstedt.

Quelle: Sylvana Lublow

Bad Bramstedt. „Die aktuellen Räumlichkeiten des Feuerwehrhauses sind für die Bedürfnisse und Aufgaben als nicht mehr zeitgemäß zu bezeichnen“, heißt es schonungslos in dem Bedarfsplan, den die Forplan GmbH im Auftrag der Stadt aufgestellt hat. Der Hauptausschuss empfahl in seiner Sitzung am Dienstagabend der Stadtverordnetenversammlung, die darüber voraussichtlich am Dienstag, 5. Juli, beraten wird, den Entwurf anzunehmen.

 Das Urteil über den Zustand des Feuerwehrgerätehauses ist nicht neu, die Stadt selbst hatte bereits weitreichende Pläne für eine Erweiterung entwickelt, unter anderem um Schulungsräume, aber auch um eine Werkstatt für die Wartung von Atemschutzgeräten sowie um Umkleideräume. Ende 2014 stoppte die Stadt wegen des enormen Kostenanstiegs in Absprache mit der Wehrführung alle Pläne. Eine Fristverlängerung durch die Feuerwehrunfallkasse für das Beseitigen von Mängeln kam für die Stadt vor gut einem Jahr außerdem ganz gelegen.

 Die Gutachter haben nicht nur den unzureichenden Zustand des Feuerwehrgerätehauses festgestellt. Gravierend ist auch, dass auf dem Gelände am Sommerland/Glückstädter Straße nicht genügend Parkmöglichkeiten für die alarmierten Feuerwehrleute vorhanden sind, so dass nicht alle Einsatzkräfte ihr Auto am Feuerwehrhaus abstellen können, ohne den Einsatzablauf zu behindern oder sich selbst zu gefährden. Der Plan spricht hierbei von „gefährlichen Querungen“. Bürgermeister Hans-Jürgen Kütbach, der den Entwurf des Bedarfsplans den Ausschussmitgliedern erläuterte, betonte: „Es geht nicht um Bequemlichkeit, sondern darum, dass die Feuerwehrleute sicher und schnell aus ihrem Fahrzeug kommen.“

 Ebenfalls mangelhaft ist die Ausfahrt der Einsatzfahrzeuge, dabei kann es nach Einschätzung der Gutachter zu weiteren Behinderungen kommen. Als Manko des vorhandenen Gebäudes bezeichnen die Experten neben den unzureichenden Werkstatträumen auch die nicht geschlechtergetrennten Umkleiden. Bereits in der Vergangenheit war klar, dass es auf dem vorhandenen Gelände bei Bedarf keinen Raum mehr für zusätzliche Feuerwehrfahrzeuge gibt.

 Die Ersteller des Feuerwehrbedarfsplans haben Alternativen zu dem vorhandenen Standort der Wache untersucht. Wichtig dabei ist, dass sich die Fahrzeit beim Ausrücken verkürzt. Beim Vergleich verschiedener Stellen in der Stadt haben die Gutachter für die Hamburger Straße die beste Bilanz ermittelt. Von dort aus kann die Feuerwehr alle Einsatzorte am besten erreichen. Neben der Hamburger Straße – ins Auge gefasst haben die Gutachter das Gelände gegenüber der Firma Ehlers & Partner – kommen den Anforderungen außerdem Flächen am Lohstücker Weg an der Amtsverwaltung und im Bereich des Famila-Marktes in Frage. Aufgrund der häufigen Staubildung sind untersuchte Grundstücke an der König-Christian-Straße weniger geeignet.

 Als verbesserungswürdig sehen die Experten den sogenannten tatsächlichen Erreichungsgrad der Feuerwehrleute, die als erste ausrücken. Demnach ist die Zahl von neun Einsatzkräften, die innerhalb von acht Minuten nach der Alarmierung am Einsatzort sind, nicht ausreichend. Aus dem Gutachten geht auch hervor, dass ein Löschfahrzeug demnächst ersetzt werden muss. Die technische Ausstattung wird darüber hinaus als befriedigend gesehen. Ob Altersstruktur, Ausbildungsstand oder die Jugendfeuerwehr, die Gutachter vergeben durchaus gute Noten für die 92 Aktiven und 30 Jugendfeuerwehrleute in der freiwilligen Feuerwehr der Stadt.

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Ein Artikel von
Anna Maria Persiehl

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