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Sumpfgebiet für immer ausgetrocknet?

Bad Bramstedt Sumpfgebiet für immer ausgetrocknet?

Die Austrocknung des Sumpfes südlich des Neubaugebietes Bimöhler Straße in Bad Bramstedt wird noch drei Wochen andauern. Solange werde noch Grundwasser abgepumpt, berichtete Bauamtsleiter Udo Reinbacher dem Umweltausschuss. Auch danach sei nicht sicher, ob wieder ausreichend Wasser zurückkehrt.

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So sah es im Dezember 2015 auf den Wiesen der Osterauniederung aus. Das Grundwasser steht knapp unter der Erdoberfläche. Um die Wiesen bebauen zu können, muss es abgepumpt werden.

Quelle: Hartmut Müller

Bad Bramstedt. Seit März wird wegen der Erschließungsarbeiten der Grundwasserspiegel abgesenkt. Die Kanalisation für das neue Wohngebiet muss in 3,50 Meter Tiefe verlegt werden, das Grundwasser stand vor Baubeginn aber teilweise nur 70 Zentimeter unter der Erdoberfläche. „Ohne Grundwasserabsenkung kann die Kanalisation nicht gebaut werden“, so Reinbacher. „Die Pumpen wandern mit der jeweiligen Baustelle mit, sodass nur punktuell abgepumpt wird“, erklärte der Bauamtsleiter. Das reicht aber offenbar, um einem Teich und dem folgenden Grabensystem das Wasser zu entziehen. Auch in einem Biotop sinkt der Wasserstand bedrohlich, weil kein Frischwasser mehr zuläuft. Dieser liegt im FFH-Gebiet Osterautal, einem europäischen Naturschutzgebiet.

Reinbacher erklärte, die Kreis-Wasserbehörde habe die Pumpprotokolle auf der Baustelle kontrolliert, alles sei im Rahmen der Genehmigung gewesen. Das abgepumpte Grundwasser könne nicht einfach in den ausgetrockneten Teich geleitet werden, weil es zu kalt und zu eisenhaltig sei. Die ökologischen Folgeschäden seien unkalkulierbar. Zurzeit wird das abgepumpte Wasser über einen Graben in ein Regenrückhaltebecken geleitet, das seinen Überlauf an der Osterau hat.

Drei Wochen dauere die Verlegung der Kanalisation noch an, so Reinbacher, dann könnten die Pumpen abgeschaltet werden. Ob sich der Grundwasserspiegel allerdings wieder auf sein altes Niveau einpegelt, ist fraglich. „Wir haben dann ja keine Wiese mehr sondern bebautes Wohngebiet. Das kann schon Auswirkungen auf den Grundwasserstand haben“, so der Bauamtsleiter.

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