20 ° / 13 ° Regenschauer

Navigation:
Gayenbrücke droht Abriss

Bad Bramstedt Gayenbrücke droht Abriss

Der 110 Jahre alten Gayenbrücke droht nun doch der Abriss. Bauamtsleiter Udo Reinbacher berichtete von einem neuen Gutachten, dem zufolge eine Sanierung des Bauwerkes sich nicht lohnen würde. Zuletzt hatte sich der Bauausschuss für eine Instandsetzung entschieden.

Voriger Artikel
Holzhäuser als Notunterkünfte
Nächster Artikel
Richtfest für Feuerwache

Ihre Tage sind gezählt: Die 110 Jahre alte Gayenbrücke.

Quelle: Archiv

Bad Bramstedt. Die Brücke stammt aus der Bauzeit der AKN um 1900. Benutzt wird sie von Landwirten, Spaziergängern und Ausflüglern. Nur unbefestigte Feldwege führen zu dem Bauwerk. Seit 1998 ist die Brücke im städtischen Besitz, die AKN hatte sie aufgrund eines Bundesgesetzes abgegeben, zahlte allerdings noch 70000 D-Mark an den neuen Eigentümer, weil die Brücke schon damals baufällig war. Zwei Jahre später erneuerte die Stadt dann für rund 140000 D-Mark die Fahrbahn, die Wasserabläufe und das Geländer.

 Das reichte bis zum Frühjahr 2014 aus. Ein heftiger Regenguss unterspülte dann das Fundament, so zumindest die Vermutung des Bauamtes. Die Brücke wurde für den Fahrzeugverkehr gesperrt. Seitdem beschäftigt sich der städtische Bauausschuss mit dem Thema – und bekommt immer neue Gutachten und Kostenschätzungen vorgelegt. Das aktuellste präsentierte Reinbacher erst Anfang dieser Woche dem Gremium. Zuvor hatten Untersuchungen ergeben, dass die Schäden am Fundament eher gering sind. Der Ausschuss beschloss darauf hin, das Bauwerk für gut 70000 Euro instand zusetzen. Allerdings sollte eine Gewichtsbeschränkung von neun Tonnen festgelegt werden, damit die Landwirte nicht mit ihren schweren Fahrzeugen dem alten Bauwerk noch mehr zusetzen.

 Nun die Kehrtwende: Ein weiterer Brückenexperte hatte sich des Bauwerkes angenommen und festgestellt, dass nicht die Unterspülung des Fundaments das Problem sei, sondern der Beton der Brücke selbst. Der zehn Zentimeter dicke Putz habe sich großflächig davon gelöst und der Beton darunter sei rissig, erklärte Reinbacher. „Eine Sanierung ist zwar möglich, wird aber von dem Gutachter nicht empfohlen. Die Reparaturkosten beliefen sich auf geschätzte 320000 Euro. Ein Neubau würde rund 480000 Euro kosten. Beides kommt für die Stadtverantwortlichen nicht infrage. Die Brücke wird voraussichtlich geschlossen und später abgerissen werden, was noch einmal 80000 Euro kostet. „Das muss nicht morgen geschehen, aber ganz viel Zeit dürfen wir uns damit nicht lassen“, so Reinbacher.

 Für die Landwirte gibt es nun aber doch eine Alternative, wenngleich sie auch einen Umweg bedeutet. Die Stadt konnte mit der AKN erreichen, dass der Bahnübergang Roddenmoor, anders als beabsichtigt, nicht geschlossen wird. Er führt ein Stück nördlich über das AKN-Gleis. Allerdings müsste er in absehbarer Zeit mit einer Schranke gesichert werden, wenn die Landwirte dort entlang fahren sollen. Die Kosten dafür müsste zumindest anteilig die Stadt tragen und der Weg muss auch wieder befahrbar gemacht werden.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Aktuelle Nachrichten aus der Segeberger Zeitung
KSV-Liveticker!

KSV-Spielstand online
verfolgen, mit dem
KN-KSV-Liveticker

Events: Segeberg

Veranstaltungen in
Segeberg. Aktuelle
Termine, News, Infos

Anzeige
Mehr aus Nachrichten aus Segeberg 2/3