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Gewerbeland wird gut nachgefragt

Bad Bramstedt Gewerbeland wird gut nachgefragt

Die Stadt hat offenbar nicht nur auf dem privaten Bausektor gute Chancen, auch die Nachfrage im Gewerbegebiet Nord ist groß. Vier Hektar Gewerbeland sollen dazukommen. Eine Straße wurde bereits angelegt, die seit dem Frühjahr laufenden Erschließungsarbeiten stehen kurz vor dem Abschluss.

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Das Gewerbegebiet wird vergrößert. Die Erschließungsarbeiten sind schon weit vorangeschritten.

Quelle: Einar Behn

Bad Bramstedt. In ihren endgültigen Zustand wird die neue Straße allerdings erst versetzt, wenn rund 80 Prozent der späteren Firmengebäude stehen. Sonst würde die Fahrbahn von den Baufahrzeugen kaputt gefahren werden. Von den vier Hektar können gut drei an Firmen verkauft werden können, der Rest sind Straßen und Wege. Das Gebiet liegt unmittelbar neben dem letzten Erweiterungsgebiet, das 2012/13 erschlossen wurde, und wird an die Straße Hunenkamp angebunden. Die nördliche Grenze der beiden Erweiterungen bildet die neue Bundesstraße 206.

 Erich Dorow vom städtischen Bauamt führt für die Erweiterung des Gewerbegebiet mit interessierten Firmen bereits „sehr erfolgversprechende Gespräche“, wie er sagt. Das Gewerbeland wird unter anderem über den Städteverband Nordgate vermarktet. „Wir haben eine große Nachfrage von vielen Branchen: Spedition, Lagerbetriebe und Dienstleister, die ihr Büro dort bauen wollen“, erklärte der stellvertretende Bauamtsleiter Dorow. Industriebetriebe mit starken Emissionen schließt der Bebauungsplan 56 aus. Kaufverträge seien aber noch nicht unterzeichnet worden, berichtete er.

 Die Grundstücke werden für 45,50 Euro pro Quadratmeter angeboten, womit Bad Bramstedt schon fast das Niveau von Kaltenkirchen im letzten Jahr erreicht. Dort wechselte Gewerbeland für 50 Euro den Besitzer. Das 2012/13 erschlossene Gebiet um den Hunenkamp war noch für 39,50 Euro angeboten worden. „Den Preis konnten wir aber nicht halten, weil die Tiefbaukosten zurzeit einfach zu hoch sind“, sagte Dorow. Insgesamt hat die Stadt 700000 Euro in die Erschließung der vier Hektar investiert. Hinzu kommt noch der vor längerem schon getätigte Kauf des früheren Ackerlandes. Ein Regenrückhaltebecken war bereits beim letzten Abschnitt angelegt worden, in das auch das Wasser aus dem neuen Gebiet hineinfließt.

 Das 2012/13 erschlossene Gewerbeland ist inzwischen vollständig verkauft. Als größtes Unternehmen siedelte hier die Thaler Kabelverlege- und Spulmaschinenfabrik an, die gleich drei Grundstücke erwarb. Das Unternehmen war bis 2001 in Weddelbrook ansässig, geriet dann aber in wirtschaftliche Turbulenzen und zog nach Elmshorn. 2015 baute es dann einen imposanten Firmensitz im Bad Bramstedter Gewerbegebiet, wo rund 30 Mitarbeiter beschäftigt sind.

 Zwischen dem bestehenden Gewerbegebiet und der Ortsumgehung (B206) sind noch erhebliche weitere Flächen frei, die für Gewerbeansiedlungen vorgesehen sind. „Die Flächen müssen allerdings noch von der Stadt erworben werden“, erklärte Dorow. Sie sind zum Teil in Privatbesitz, der westlichste Bereich zwischen Ortsumgehung und Kieler Straße (alte B4) gehört dem Vion-Konzern.

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