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Infotafeln an der Chaussee enthüllt

Bad Bramstedt Infotafeln an der Chaussee enthüllt

Jetzt erinnern acht Infotafeln in Bad Bramstedt an die historische Bedeutung der Altona-Kieler Chaussee. Zur Enthüllung kamen Vertreter des Heimatbundes, der die Beschilderung initiiert hat, und auch die Bramstedter Gilden. Sie haben mit ihrer Stiftung das Geld für die Tafeln zur Verfügung gestellt.

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Professor Holger Gerth, Heinrich Kautzky (beide vom Schleswig-Holsteinischen Heimatbund), Bürgervorsteherin Annegret Mißfeldt sowie die beiden Vertreter der Bramstedter Gildenstiftung, Dr. Andreas Schult und Burkhard Müller.

Quelle: Einar Behn

Bad Bramstedt.  Heinrich Kautzky vom Schleswig-Holsteinischen Heimatbund hat sich seit Jahren schon der Erforschung dieser ersten Kunststraße durchs damals dänische Holstein gewidmet. Quellen seien dabei das Landesarchiv, „aber auch Menschen vor Ort. Die haben viel Wissen und Materialien gesammelt“, sagte Kautzky, womit er auch den Bad Bramstedter Heimathistoriker Jan-Uwe Schadendorf meinte. Die Friedrichsbrücke in der Altonaer Straße, an der die symbolische Enthüllung stattfand, ist von besonderer Bedeutung, weil sie im Originalzustand erhalten ist und zur ihrer Einweihung der dänische König höchst persönlich 1833 gekommen war. „Der König hatte großes Interesse an der Chaussee, weil er damit eine leistungsfähige Verbindung zur Elbe bekam“, sagte Professor Holger Gerth, Vorstandsmitglied des Heimatbundes. Und Kautzky ergänzte: „Die Straße wurde zurzeit der beginnenden Industrialisierung gebaut. Sie ermöglichte einen für damalige Verhältnisse schnellen Waren-, Personen- und Nachrichtenverkehr.“

Infotafeln zwischen Altona und Kiel

In sechs Orten zwischen Altona und Kiel sollen Infoschilder aufgestellt werden, im Kreis Segeberg ist Bad Bramstedt die einzige Stadt. Hier werden neben der Friedrichsbrücke auch ein Chausseewärterhäuschen in der Altonaer Straße, ein Halbmeilenstein, die aufgeschüttete Böschung am Kieler Berg, die Querung der Osterau im Zentrum, das historische Granitpflaster auf dem Bleeck und das Basaltpflaster in der Altonaer Straße mit Infotafeln versehen. Eine weitere Tafel wird am Dienstag, 18. Juli, um 18.30 Uhr bei den Angelteichen in der Hamburger Straße enthüllt. Sie soll an einen russischen KZ-Häftling erinnern, der während des Todesmarsches am Kriegsende 1945 von Fuhlsbüttel nach Kiel von einem SS-Mann erschossen wurde.

Der Chaussee wird ab Mittwoch, 5. Juli, auch eine Ausstellung im Landeshaus in Kiel gewidmet. Titel: „Die Chaussee von Altona nach Kiel – Schleswig-Holsteins erste Kunststraße.“ Im Herbst soll sie nach Bad Bramstedt kommen.

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