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Hilfe für Flüchtlinge weiter nötig

Bad Bramstedt Hilfe für Flüchtlinge weiter nötig

Es wurde schon viel für Flüchtlinge in der Stadt getan, doch es reicht immer noch nicht ganz aus. Steffanie Schärmann, seit Januar bei der Stadt als Flüchtlingskoordinatorin angestellt, weiß, wo es noch Lücken gibt: „Wir brauchen dringend noch mehr ehrenamtliche Betreuer.“ Auch Hausrat-Spenden werden benötigt.

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Hausmeister Frank Pomplitz im Spendenlager: Viele Möbel wurden schon gebracht. Doch Geschirr oder Bettwäsche werden zur Zeit am dringendsten benötigt

Quelle: Sylvana Lublow

Bad Bramstedt. Der Kreis der Ehrenamtler in Bad Bramstedt ist zwar groß, doch nicht jeder hat die Zeit, einen Flüchtling oder eine Familie regelmäßig zu betreuen. „Das ist sehr zeitintensiv“, weiß auch Schärmann. 20 aktive Betreuer gibt es im Moment. Doch allein im März sind 33 neue Flüchtlinge in Bad Bramstedt angekommen. „Es sind erstmals einige große Familien darunter“, berichtet die Koordinatorin. Bislang kamen fast ausschließlich junge alleinstehende Männer in die Kurstadt.

 Ein Flüchtlingsbetreuer erhält drei Monate lang 30 Euro Aufwandsentschädigung pro Monat von der Stadt. „Aber die Betreuung dauert meistens länger“, sagt Schärmann. Die Betreuer begleiten die Flüchtlinge zu Behörden und Ärzten, zeigen ihnen Einkaufsmöglichkeiten und die Kursangebote, helfen bei Papierkram. Sie stehen bei Fragen und Problemen jeglicher Art zur Verfügung. Derzeit leben in Bad Bramstedt 255 Flüchtlinge, die noch auf ihre Anerkennung warten und 50, die sie bereits haben. „Wir hatten in den letzten Monaten ein wenig Leerstand, weil das Asylbewerberheim in Schackendorf erst mal gefüllt wurde, aber jetzt geht es wieder richtig los“, sagt Sozialamtsmitarbeiterin Jessica Klinger. Von den 84 Wohnungen im Stadtgebiet sind derzeit nur zwei nicht belegt. Zwei weitere Wohnhäuser für insgesamt 56 Asylbewerber in der Gorch-Fock-Straße sind in Planung.

 Doch diese Unterkünfte müssen auch mit Möbeln und Hausrat ausgestattet werden. Und davon kann die Stadt noch einiges gebrauchen. „Vor allem Haushaltsgegenstände“, sagt Frank Pomplitz, der seit Februar als Vollzeit-Hausmeister für die Flüchtlingsunterkünfte zuständig ist. Töpfe, Besteck, Geschirr, Wasserkocher, Kaffeemaschinen, Handtücher und Bettwäsche gehören zu den Dingen, die dringend benötigt werden. „Wir kaufen auch vieles, zum Beispiel Möbel wie Betten und Schränke. Die Sachspenden sind aber ein guter und wichtiger Zusatz“, erklärt Pompitz. Die nächste Spendensammlung ist am Freitag, 15. April. Im alten Edeka-Frischemarkt am Sommerland 25 können an diesem Tag zwischen 12 und 18 Uhr Spenden abgegeben werden. Kleidung wird an diesem Tag nicht entgegen genommen.

 Außerdem werden verkehrstüchtige Fahrräder benötigt. „Und am besten auch jemand, der Fahrräder reparieren und den Flüchtlingen zeigen kann, wie es geht“, sagt Steffanie Schärmann. Die Wege von den Unterkünften zu den Deutschkursen beispielsweise seien für einige doch ziemlich weit, um sie zu Fuß zu bewältigen.

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