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Im Kleingärten ist es wie im Urlaub

Bad Bramstedt Im Kleingärten ist es wie im Urlaub

Seit 70 Jahren besteht die Kleingartenverein Bad Bramstedt als Pächter der Julius-Preuss-Kolonie, was mit einem Fest begangen wurde. Der Vorsitzende Wilfried Blom gab einen weiteren Anlass zum Feiern. Der 73-Jährige führt den Verein bereits seit 25 Jahren.

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Familie Schonk möchte ihren Kleingarten, zu dem sie vor 13 Jahren eher per Zufall gekommen ist, auf keinen Fall mehr missen.

Quelle: Uwe Straehler-Pohl

Bad Bramstedt. „Der Kleingarten ist Lebensraum für Mensch und Natur, bietet mehr Lebensglück im Grünen, Entspannung und genießen im Grünen, ist eine grüne Insel mit buntem Leben“, umriss der Landesvorsitzende der Kleingärtner, Hans-Dieter Schiller, die Idylle. „Ein Tag in der Kolonie ist wie ein kleiner Urlaub“, meinte Schiller, der anlässlich der Jubiläumsfeier nach Bad Bramstedt gekommen war. .

Der zweite stellvertretende Bürgermeister Arnold Helmcke erinnerte an die Zeit nach dem Krieg. Die damals Verantwortlichen hätten vor der großen Herausforderung gestanden, die vielen Flüchtlinge satt zu bekommen. Der Polizei-Assistent Julius Preuss, Sparkassenleiter Ernst Busstorf und Kaufmann Willy Harderfeld nahmen damals diese Herausforderung an und gründeten den Kleingartenverein und die 1,6 Hektar große Julius-Preuss-Kolonie. Für 2 Pfennige pro Quadratmeter konnten Parzellen gemietet werden.

Heute verlangt die Stadt als Eigentümer des Areals jährlich 12 Cent pro Quadratmeter vom Verein. Der wiederum verpachtet die rund 400 Quadratmeter großen Parzellen an seine Mitglieder für 14 Cent. Die Differenz fließt in die Vereinsarbeit. Frei ist zurzeit kein Garten. „Wir haben immer vier bis fünf Leute auf der Warteliste“, sagte Blom der SZ. Wer einen Garten übernehmen will, muss neben dem Beitrag auch einmalig Abstand bezahlen, unter anderem für die Laube. Der beläuft sich auf 1500 bis 2000 Euro, je nach Zustand des Gartens.

Neben der Julius-Preuss-Kolonie gibt es in Bad Bramstedt auch noch die Herbert-Dröse-Kolonie am Fuhlendorfer Weg. Die knapp 3,5 Hektar große Anlage wird seit 1998 nach einer Abspaltung vom „Verein der Gartenfreunde“ betrieben.

„Meine Eltern hatten schon einen Kleingarten, ich bin damit aufgewachsen“, nannte Wilfried Blom den Grund, weshalb er selbst Kleingärtner wurde. Außerdem war der häusliche Garten in seinem Bad Bramstedter Reihenhaus auch zu klein geworden für seine drei Kinder.

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