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Kein Wohnblock neben Einfamilienhäusern

Bad Bramstedt Kein Wohnblock neben Einfamilienhäusern

Lückenbebauung ist erklärtes Ziel aller Bad Bramstedter Parteien. Doch die Bebauung birgt auch Konflikte. So musste sich der Bauausschuss den Protest von Anwohnern anhören, die in der Kieler Straße Wohnblocks verhindern wollen. Die Ausschussmitglieder konnten die Argumente verstehen und wollen den Bau stoppen.

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Hier am Verkehrskreisel sollen zwei Mehrfamilienhäuser gebaut werden.

Quelle: Einar Behn

Bad Bramstedt. In der Kieler Straße, von den Bad Bramstedtern gerne Alter Kieler Berg genannt, stand bis vor einigen Wochen ein gelb geklinkertes Einfamilienhaus auf einem 2000 Quadratmeter großen Grundstück. Mittlerweile ist es abgerissen, nur die Fertiggarage steht noch.

 Dem Bauausschuss lag nun eine Bauvoranfrage vor, wonach das Grundstück mit zwei Mehrfamilienhäusern bebaut werden soll, die quer zur Straße stehen. Beide sind 10,50 Meter hoch, zweigeschossig und mit ausgebautem Dach.

 Eine Nachbarin beklagte sich im Ausschuss: „Ich habe nicht verstanden, wie sich die Gebäude so in die Straße einfügen sollen. Die Firsthöhe ist viel höher als von unserem Einfamilienhaus.“ Tatsächlich ist die Westseite der Kieler Straße gesäumt von eingeschossigen Einfamilienhäusern. Aber Bauamtsleiter Udo Reinbacher wies darauf hin, dass weiter entfernt in der Straße sehr wohl Gebäude mit entsprechender Firsthöhe stehen.

 Der Bauausschuss lehnte die Voranfrage dennoch einstimmig ab. Jürgen Friedrichs (CDU) sagte: „Die beiden Kästen passen nicht in die Gegend.“ Doch damit wollte der Bauausschuss seine Absage nicht begründen, dieses Eis war den Kommunalpolitikern zu dünn. Sie führten stattdessen die Stellplatzfrage an. Laut Gesetz ist pro Wohnung ein Autostellplatz vorgeschrieben. 1,5 Stellplätze pro Wohnung müsse die Stadt wenigstens fordern, sonst werde die ohnehin schon schmale Kieler Straße zugeparkt, forderte der Ausschussvorsitzende Volker Wrage (CDU). Unglücklich gelöst sei zudem, dass die Grundstücksausfahrt genau in einem Verkehrskreisel münde.

 Das Abstimmungsergebnis wird nun der Baugenehmigungsbehörde des Kreises Segeberg mitgeteilt. Die muss letztlich über die Zulässigkeit entscheiden. In der Regel richtet sich der Kreis aber nach dem Votum der Stadt.

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