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Kein neues Radhaus

Bad Bramstedt Kein neues Radhaus

Muss die Stadt ihren Mitarbeitern überdachte Fahrradständer zur Verfügung stellen? Der Personalrat der städtischen Verwaltung in Bad Bramstedt sieht das so und hätte gerne mehr davon. Doch der Bauausschuss strich den Haushaltsposten zusammen.

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Der Fahrradunterstand auf dem Bürgerhof ist zu klein geworden. Deshalb hat der Personalrat einen weiteres Fahrradhäuschen beantragt.

Quelle: Einar Behn

Bad Bramstedt. Als das Rathaus 1989 erweitert wurde, entstand auf dem Bürgerhof auch ein Fahrradhäuschen für die Verwaltungsmitarbeiter. Damals waren 26 Beamte und Angestellte im Rathaus tätig, heute sind es 41, und im nächsten Jahr werden es durch die Aufstockung des Sozialamtes noch mehr. Und das Radfahren ist immer beliebter geworden. Die Stadt wirbt sogar bei ihren Angestellten für die Zweiradnutzung auf dem Arbeitsweg, in dem sie sich beispielsweise in diesem Jahr an der Aktion „Stadtradeln“ beteiligte.

 Bei schönem Wetter wird es eng in dem Fahrradhäuschen. Vielleicht 15 Räder passen hinein, an manchen Tagen finden nicht alle Mitarbeiter einen Platz. Deshalb beantragte der Personalrat einen zusätzlichen Unterstand, wofür das Bauamt 15000 Euro in den Haushaltsentwurf 2016 aufnahm. Bürgermeister Hans-Jürgen Kütbach unterstützt das Anliegen: „Wir wollen als Arbeitgeber einen Anreiz schaffen, aufs Rad zu steigen.“

 Doch der Bauausschuss, der über die Summe zu entscheiden hatte, zeigte dafür wenig Verständnis. „Dafür muss man nicht extra ein Gebäude hinstellen“, sagte Ausschussvorsitzender Volker Wrage (CDU). Auch Cornelia Schönau-Sawade, als Grüne dem Radfahren wohlgesonnen, erkannte keine Notwendigkeit für einen überdachten Unterstand: „Draußen anschließen muss reichen.“ Und Joachim Behm, Fraktionschef der FDP, sagte: „Vom Regen rosten Fahrräder nicht.“ Und außerdem: An Regentagen kämen ohnehin nur wenige mit dem Rad, dann reiche der Platz im vorhandenen Häuschen aus. Andere Ausschussmitglieder meinten auch, dass es eher unüblich sei, am Arbeitsplatz einen überdachten Unterstand fürs Rad vorzufinden.

 Der Haushaltsposten wurde von 15000 auf 2000 Euro gekürzt. Entweder werden nun auf dem Bürgerhof Fahrradbügel ausgestellt oder eine der Garagen, in der zurzeit das Fundbüro abgegebene Fahrräder lagert, den Mitarbeitern zur Verfügung gestellt. Dafür müsste dann wohl ein anderes Tor eingebaut werden. Die Fundräder könnten statt dessen auf dem Bauhof gelagert werden.

 Kütbach bedauerte den Beschluss. „Sie parken Ihre Fahrräder doch auch im Torhaus“, sagte er zu den Kommunalpolitikern, die zu den abendlichen Sitzungen ihre Räder trocken und sicher im Vorraum des Schlosses abstellen. Aber Holger Mielke, stellvertretender Personalratsvorsitzender, will den Beschluss akzeptieren. „Wir suchen nun nach einer Lösung, bei der wir mit dem Geld auskommen.“ Die vorgeschlagene Garagennutzung sei eine Möglichkeit.

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