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Kleine Bühne hat sich etabliert

Bad Bramstedt Kleine Bühne hat sich etabliert

Vor einem Jahr wurde in Bad Bramstedt der inzwischen 30 Mitglieder zählende Verein „Kleine Bühne“ gegründet und kann bereits auf elf gut besuchte Veranstaltungen mit Musik, Kabarett und Literatur zurückblicken. Gefeiert wurde - natürlich - mit einem Konzert.

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Die Berliner Band „?Shmaltz!“ brachte das Parkett im Schlosssaal zum Beben.

Bad Bramstedt. Der Geburtstag wurde im vollbesetzten Schlosssaal bei vom Vereinsvorstand spendierten Kaffee und Kuchen gefeiert und – das war „der Knaller“, wie eine begeisterte Zuhörerin in der ersten Reihe es nannte – mit einem Konzert der skurrilen Berliner Band „?Shmaltz!“.

 Sechs Musiker versprühten Lebensfreude und trugen von ihrer Exil-Heimat Berlin die Kultur ihres utopischen Landes Malwonia auch nach Bad Bramstedt. Angekündigt wurde das Ensemble als „vielfältig und fröhlich“. Das zeigten die Berliner in ihrem außergewöhnlichen Potpourri aus Walzer, Polka, Balkan-, Klezmer- und Tom-Waits-Musik, das sie so schwungvoll vortrugen, bis das Parkett im Schlosssaal bebte. Die Zuhörer klatschten, wippten mit, schunkelten – und Bürgermeister Hans-Jürgen Kütbach wagte mit seiner Frau ein Tänzchen.

 Das Sextett – inzwischen ist es in Berlin Kult – aus Multi-Instrumentalisten mit beeindruckenden Stimmen (Cosmo W. Pepper, Levante I.N. Patsh, Anke Lucks, Claudia Mende, Paula Sell und Dr. Itzbar Dschucka) entführte mit seiner schrägen und rhythmischen Musik – unter anderem auf Akkordeon, Singender Säge (in ihrer Sprache „weinender Engel“), Kontrabass, Trompete, Posaune, Geige, Toypiano, Tenorhorn, Banjo und Triangel – in die wunderliche Welt Malwonia. Sie erzählten „mit Berliner Schnauze“ kurzweilige fesselnde Geschichten aus malwonischen Wüsten und Meeren, sangen mit Herzblut und viel Gefühl von blauen Kängurus, 1300 Oktopussen, grünen Taxis und einem trauernden Eseltreiber Chesam in einem irrwitzigen Sprachgemisch aus Malwonisch, Deutsch, Englisch, Spanisch und Jiddisch mit originellen Texten wie „Wenn mein Boot hätt’ Flügel, flög’ ich auf den Mond“ oder, etwas romantischer, mit viel Schmalz „Ohne Liebe bist Du nur ein Sandkorn im Wind“.

 Am Ende gab es für die Kleine Bühne noch ein passendes Schlusswort vom Ensemble: „Die Vereine sind es, die die Kultur am Leben halten.“ Die Zuhörerin Ursula Jantke aus Bad Bramstedt war begeistert: „Wer nach diesem Konzert nicht mit einem Schmunzeln nach Hause geht, dem ist nicht zu helfen!“

 In der nächsten Veranstaltung am Freitag, 14. Oktober (19.30 Uhr), werden die aus Bad Bramstedt und Umgebung stammenden Gruppen „New Mönkloh Blues Band“ und „Assorted 5“ Blues-, Rock- und Pop bringen.

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