18 ° / 11 ° Regenschauer

Navigation:
Konkurrenz ums schnelle Internet

Bad Bramstedt Konkurrenz ums schnelle Internet

Dass in Bad Bramstedt verschiedene Unternehmen Breitbandtechnologie für schnelles Internet anbieten wird sich am Ende wohl äußerst positiv auf die städtische Infrastruktur auswirken. Aus dem Munde eines Experten hört sich das so an: „Sie haben ein Luxusproblem.“

Voriger Artikel
Wochenmarkt - klein aber fein
Nächster Artikel
Forderung: Fakten auf den Tisch!

Die Deutsche Glasfaser, die ländliche Kommunen, wie hier in Hartenholm, mit Breitband versorgt, möchte auch in Bad Bramstedt aktiv werden.

Quelle: Anna Maria Persiehl

Bad Bramstedt. Das Zitat stammt von Richard Krause, Leiter des Breitbandkompetenzzentrums Schleswig-Holstein, der den Mitgliedern des Ausschusses für Bau- und Verkehrsangelegenheiten einen Überblick über die derzeitige Situation gab.

 Das 2010 gegründete Breitbandkompetenzzentrum Schleswig-Holstein in der Trägerschaft von Städteverband, Gemeindetag und Landkreistag berät und begleitet die Kommunen beim Ausbau des Breitbandangebotes mit dem Ziel, bis 2030 das Land flächendeckend mit schnellem Internet zu versorgen. In Bad Bramstedt hätten vier Anbieter vor, zu expandieren, berichtete Bürgermeister Hans-Jürgen Kütbach von Gesprächen der Stadtverwaltung mit potenziellen Netzbetreibern. Der Stadt liegen jetzt Karten über die Verbreitung der Netze vor, diese Karten sind allerdings nicht öffentlich, da sie Geschäftsunterlagen der Firmen darstellten, wie Krause sagte. Neben der Deutschen Telekom sind Kabel Deutschland und die Stadtwerke Barmstedt im Stadtgebiet aktiv. Kabel Deutschland nutzt für das Internet seine Fernsehkabel, die Stadtwerke Barmstedt, die ländliche Gemeinden im Westen des Kreises Segeberg erschlossen haben, bauen vor allem im Wohnquartier Bissenmoor ein Glasfasernetz. Die Deutsche Telekom bietet flächendeckend Internet in DSL-Technik an, mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten, ist aber dabei, ihr traditionelles auf Kupferkabel basierendes Netz zu „ertüchtigen“. Das bedeutet, dass der Betreiber zum Teil auch auf Glasfasertechnik zurückgreift. Krause ist sich sicher, dass die Deutsche Telekom über kurz oder lang komplett auf Glasfaser umstellt.

 Mit den bisherigen Anbietern will die Firma Deutsche Glasfaser konkurrieren, die bisher in ländlichen Gebieten den Ausbau des Breitbandnetzes forciert. Anders als die übrigen Anbieter möchte Deutsche Glasfaser mit der Stadt, wie schon mit den ländlichen Kommunen, einen Gestaltungsvertrag abschließen, in dem zum Beispiel das Bauverfahren festgeschrieben wird. Ein Vertragsabschluss mit Bad Bramstedt dürfte allerdings schwierig werden. „Die Stadt muss neutral bleiben und kann keinem Anbieter zur Seite springen“, betonte Richard Krause. Bei der Menge der Anbieter empfahl der Leiter des Kompetenzzentrums der Stadt, sich für ein Bundesförderprogramm zu bewerben, denn gefördert wird auch die Rechtsberatung. Die hält Krause für notwendig.

 Dass der Markt für schnelles Internet nach zähen Anfängen nach und nach interessanter wird, liegt auf der Hand. Wie Krause den Ausschussmitgliedern verdeutlichte, ist Breitband einer der entscheidenden Standortfaktoren. „Für junge Familien sind Kita und Breitband die wichtigsten Auswahlkriterien für ihren Wohnort.“ Der Staat sorgt ebenfalls dafür, dass die Versorgung mit Breitband kräftig in Gang kommt. Das Bundeskabinett hat im Januar den Entwurf eines DigiNetz-Gesetzes des Ministers für Verkehr und digitale Infrastruktur, Alexander Dobrindt, abgesegnet, das für Neubaugebiete den Bau eines Glasfasernetzes vorschreibt.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Aktuelle Nachrichten aus der Segeberger Zeitung
Ein Artikel von
Anna Maria Persiehl

THW-Liveticker!

Alle THW-Spiele live
online verfolgen. Mit
dem THW-Liveticker

Sagen Sie es uns!

Vorschläge oder Kritik?
Schreiben Sie
der Redaktion!

Anzeige
Mehr aus Nachrichten aus Segeberg 2/3