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Lärm auf Schulhöfen: Lösungen gesucht

Bad Bramstedt Lärm auf Schulhöfen: Lösungen gesucht

Die Nerven der Anwohner rund um Bad Bramstedts Grundschulen liegen blank. Lärm bis tief in die Nacht, Trinkgelage und Musik in Discolautstärke. Auf den Schulhöfen verbringen Jugendliche gerne ihre Freizeit, vor allem abends und nachts. Jetzt soll gegengesteuert werden.

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Hausmeister Lars Biesterfeldt und Schulleiterin Franziska Frahm-Fischer macht der Vandalismus auf dem Schulgelände wütend. Rohre und Dachrinnen gehen regelmäßig kaputt. Biesterfeldt räumt fast jeden Morgen Bierflaschen und Scherben vom Sportplatz der Schule.

Quelle: Sylvana Lublow

Bad Bramstedt. Müll und Sachbeschädigung sind die Folgen für die Schulen. „Wir bekommen häufig Beschwerden der Anwohner, sie schreiben Briefe oder kommen auch persönlich zu mir“, sagt Franziska Frahm-Fischer, Leiterin der Grundschule am Storchennest. Das bestätigt auch ihr Kollege Volker Brüchmann von der Schule am Bahnhof. „Jugendliche spielen hier auf dem Schulhof und verhalten sich nicht rücksichtsvoll.“

Doch nicht nur die Schulen sind Adressaten der Beschwerden. Auch die Stadtverwaltung und Kommunalpolitiker können ihre Ohren nicht länger verschließen. Joachim Behm, Vorsitzender der FDP-Fraktion, schlägt jetzt Alarm: „Die Beschwerden häufen sich. Anwohner schilderten uns, dass die Polizei auf Meldungen nicht angemessen reagiere.“ Die FDP wolle jetzt zusammen mit der Stadtverwaltung, den Schulleitern und der Polizei eine gemeinsame Linie finden, um das Problem zu lösen. Bürgermeister und Schulverbandsvorsteher Hans-Jürgen Kütbach verspricht Lösungen, noch vor den Sommerferien. „Es ist ein schwieriges Thema, da Schulhöfe öffentlicher Raum sind und es auch bleiben sollen.“ Trotzdem müsse die Nutzungsordnung eingehalten werden. Und die besagt, dass in der Schule am Storchennest ab 19 Uhr das Betreten untersagt ist, in der Schule am Bahnhof ab 18 Uhr.

Nicht nur die Anwohner sind von den Feier- und Trinkgelagen bedient. „Unser Hausmeister muss häufig morgens die Scherben wegräumen, damit sich die Kinder nicht verletzen“, sagt Frahm-Fischer. Auch vor Sachbeschädigung machen die jungen Leute keinen Halt. „Sie klettern bei uns aufs Dach. Die Dachrinne ist schon kaputt und unsere Solaranlage leidet auch darunter“, klagt sie.

An Lösungen arbeiten Schulverband und Stadtverwaltung derzeit. Kütbach: „Eventuell müssen wir die Plätze von einer externen Firma überwachen lassen.“ Fest steht auch für ihn: „Es muss jetzt endlich gehandelt werden.“ Doch nur auf Verdrängung der Jugendlichen und jungen Erwachsenen wolle er auch nicht setzen. „Wir müssen uns auch Alternativplätze überlegen“, so der Bürgermeister, der beide Seiten nicht aus den Augen verlieren will.

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