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Schiedsfrau will Frieden stiften

Bad Bramstedt-Land Schiedsfrau will Frieden stiften

Zehn Jahre lang hat sich Hans-Joachim Mohr (59) aus Hitzhusen als Schiedsmann des Amtes Bad Bramstedt-Land dafür eingesetzt, Streitigkeiten zwischen Bürgern ohne Gerichtsverhandlungen beizulegen. Nun hat Kirsten Leidecker (48) aus Großenaspe diese Aufgabe übernommen.

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Hans-Joachim Mohr (59; von rechts) übergab das Schild für die Hauswand und ein Gesetzbuch an seine Nachfolgerin Kirsten Leidecker. Im Amt bleibt Jochen Albertsen als Stellvertreter.

Quelle: Uwe Straehler-Pohl

Bad Bramstedt. In kleiner Runde bedankten sich Amtsvorsteher Holger Klose und der Leitende Verwaltungsbeamte Christian Stölting bei Mohr und dem stellvertretenden Schiedsmann Jochen Albertsen (55) aus Bimöhlen für ihre Arbeit und hießen die Nachfolgerin willkommen. Albertsen tritt seine dritte Amtsperiode an, die immer fünf Jahre dauert.

 Hans-Joachim Mohr brachte von seinem beruflichen Werdegang als Verwaltungsbeamter und Bürgermeister von Ahlbeck auf Usedom gute Voraussetzungen für das Ehrenamt mit. „Dazu gehören soziale Kompetenz, Lebens- und Berufserfahrung sowie ein ordentliches Umfeld“, zählte Holger Klose, Bürgermeister in Hagen, einige wichtige Eigenschaften auf.

 „Ich hatte einen tollen Beruf und wollte immer etwas zurückgeben“, nannte Mohr als Motiv dafür, dass er sich vor gut zehn Jahren, nachdem er von Usedom wieder in seine alte Heimat zurückgekehrt war, für das Amt des Schiedsmannes beworben hat. „Ich habe es als befriedigend empfunden, wenn Menschen sich beim Rausgehen herzlich bedankten“, blickte er zurück. Als Schiedsmann könne man aber nicht immer Erfolge verzeichnen. „Es gab einen Fall, der mich sehr betroffen gemacht hat, weil eine junge Ehe zerbrochen ist“, erinnerte er sich. Zwei Generationen wohnten unter einem Dach und es kam zu schweren Konflikten mit dem patriarchalisch auftretenden Vater. „Ich konnte leider nichts ausrichten, der Kampf um familiäre Verhältnisse war hoffnungslos“, erzählte Mohr.

 Meistens hat er jedoch helfen können; er habe wohl die richtige Ansprache gefunden, meint der Hitzhusener. „Aber ich kann auch loslassen. Man sollte aufhören, wenn es am schönsten ist“, begründete er seinen Beschluss, sich nicht erneut um das Amt zu bewerben.

 Auch Nachfolgerin Kirsten Leidecker bringt gute Voraussetzungen für das Schiedsamt mit. Sie ist fünffache Mutter, hat zeitweilig auch Pflegekinder aufgezogen. Beruflich ist sie als Familienberaterin in Kiel tätig. Sie habe eine neue ehrenamtliche Herausforderung gesucht, erläuterte Leidecker ihren Entschluss, Schiedsfrau zu werden. „Ich möchte ein Stück dazu beitragen, Frieden zwischen Menschen zu stiften“, hat sie sich vorgenommen.

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Uwe Straehler-Pohl

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