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Linke wollen zur Kommunalwahl antreten

Bad Bramstedt Linke wollen zur Kommunalwahl antreten

Auch in Bad Bramstedt haben CDU und SPD bei der Bundestagswahl kräftig Federn lassen müssen. Beide büßten jeweils über 7 Prozentpunkte ein. Parteienvertreter stimmte das AfD-Abschneiden nachdenklich. Freude bei den Linken: Sie übersprangen die Fünf-Prozent-Hürde und wollen zur Kommunalwahl antreten.

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Bei der Bundestagswahl war Hans Arns, hier mit Sigrune Jacobsen, als Wahlhelfer eingesetzt. 2018 hofft er als Linker auf einen Sitz in der Stadtverordnetenversammlung.

Quelle: Einar Behn

Bad Bramstedt.. Die CDU kam auf 34,2 Prozent, die SPD auf 20,5 Prozent. Die FDP konnte dagegen an alte Tage mit starken Ergebnissen in Bad Bramstedt anknüpfen und ihren Stimmenanteil von 2013 verdoppeln. Sie schaffte 14,2 Prozent. Die Grünen legten um gut 2 Prozentpunkte zu und kamen auf 12 Prozent, die AfD blieb in Bad Bramstedt mit 9,4 Prozent  unter dem Bundesergebnis, verdoppelte aber ebenfalls ihr Resultat von 2013. Und auch die Linken überraschten. Sie erreichten 7 Prozent, das sind 2,3 Prozentpunkte mehr als vor vier Jahren.

Über das Bad Bramstedter Ergebnis ist CDU-Ortsverbandsvorsitzende Annegret Mißfeldt „nicht unglücklich“. „Wir haben gute Arbeit im Wahlkampf geleistet, hatten ein junges, neues und bewegliches Team“, sagt sie. Größere Sorgen macht auch ihr die AfD als drittstärkste Partei: „Die großen Parteien müssen jetzt überlegen, wie sie die Wähler richtig ansprechen, und sich selbst hinterfragen.“

Bodo Clausen, Vorsitzender der SPD-Stadtverordnetenfraktion, zeigte sich erwartungsgemäß enttäuscht. „So schlecht habe ich das nicht erwartet.“ Auch er haderte vor allem mit den AfD-Wählern. „Ich kann nicht verstehen, warum Leute nur aus Protest eine Partei wählen, zu deren Inhalten sie gar nicht stehen.“ Und auch das Erstarken der Linken macht ihm Sorgen. „Mit diesem Stimmenanteil könnte sie ins Kommunalparlament kommen, und das würde zu Lasen der SPD gehen.“

Einer der wenigen Glücklichen des Wahlabends war Joachim Behm, Vorsitzender der FDP-Stadtverordnetenfraktion. „Ich bin diese Woche seit 50 Jahren Mitglied in der FDP. Ein schöneres Jubiläumsgeschenk als den Wiedereintritt in den Bundestag hätte es für mich nicht geben können.“

„Das Wahlergebnis der AfD ist schlimm“, sagte der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Bad Bramstedter Grünen, Fritz Bredfeldt. Mit dem Bad Bramstedter Ergebnis seiner Partei war er sehr zufrieden: „Wir liegen über dem Bundesdurchschnitt, das ist traditionell so in Bad Bramstedt.“

Sehr erfreut über das lokale Ergebnis war Hans Arns vom Linken-Ortsverband. „Sieben Prozent sind super. Das ermuntert uns weiterzumachen.“ Der Ortsverband wurde erst vor zwei Jahren gegründet. „Jetzt gilt es, noch mehr Sympathisanten zu finden, damit wir im kommenden Jahr bei der Kommunalwahl in allen zwölf Wahlkreisen der Stadt kandidieren können“, erklärte Arns.

Die Wahlbeteiligung in Bad Bramstedt lag bei 73,2 Prozent.

Von Sylvana Einar und Lulbow Behn

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