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Mit Straßennamen die Freundschaft vertieft

Bad Bramstedt Mit Straßennamen die Freundschaft vertieft

Die Freundschaft zwischen den Feuerwehren Bad Bramstedt und Neckargemünd wird auch nach 50 Jahren gepflegt. Im Neubaugebiet an der Bimöhler Straße findet mit dem „Neckargemündweg“ die langjährige Verbindung nun ein sichtbares Zeichen. Zur Einweihung pflanzten die Gäste aus Baden-Württemberg einen Apfelbaum.

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Sascha Krieg aus Neckargemünd und Jan-Rasmus Friedrichs pflanzten das Gastgeschenk, einen Apfelbaum, auf dem Spielplatz am „Neckargemündweg“ ein.

Quelle: Uwe Straehler-Pohl

Vor 50 Jahren fuhren Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Bad Bramstedt nach Bad Friedrichshall im Landkreis Heilbronn, um von einem Ausrüster zwei Feuerwehrfahrzeuge nach Bad Bramstedt und Lübeck zu überführen. Als sie auf der Rücktour in Neckargemünd Halt machten, um Quartier zu suchen, wurden sie in einer Gaststätte aufgrund ihrer Feuerwehruniformen von dortigen Feuerwehrmitgliedern in Zivil angesprochen. Die Gespräche mündeten in einem langen Abend, bei dem in nicht geringen Mengen Wein geflossen ist, wie sich Hugo Hahn (76 ) aus Bad Bramstedt und Harald Nußbeutel (82) aus Neckargemünd erinnern. Sie sind die beiden einzigen noch lebenden Feuerwehrmitglieder dieser ersten Begegnung.

 Die sich daraus entwickelte Freundschaft zwischen beiden Feuerwehren wird auch nach 50 Jahren durch regelmäßige gegenseitige Besuche gepflegt. Am vergangenen Wochenende wurde nun endlich ein seit acht Jahren von der Feuerwehr Bad Bramstedt gehegter Wunsch wahr: Im Neubaugebiet an der Bimöhler Straße findet mit dem neu benannten „Neckargemündweg“ die langjährige Freundschaft ein sichtbares äußeres Zeichen.

 Eine Delegation von 27 Mitgliedern der Feuerwehr Neckargemünd, an der Spitze ihr Bürgermeister Frank Volk, war aus diesem Anlass nach Bad Bramstedt gekommen. Mit dabei natürlich Harald Nußbeutel, der sich noch sehr lebhaft an die ersten Treffen erinnern kann. 1968 besuchten die Kameraden aus Neckargemünd zum ersten Mal Bad Bramstedt. Seitdem gibt es alle zwei Jahre wechselweise Besuche bei der Partnerfeuerwehr. Außerdem fährt seit 1988 immer am 1. Mai, dem Tag der offenen Tür bei der Neckargemünder Wehr, ein Trupp dorthin, um die Baden-Württemberger mit Fisch zu versorgen. „Wir bieten dort Fischbrötchen oder auch Fischteller mit Pellkartoffeln an“, erzählt Stefan Rickert, der immer mit dabei ist: „In diesem Jahr haben wir in der Zeit von 10 Uhr bis 15 Uhr 70 Kilo Fisch verkauft.“

 Doch nicht nur die Norddeutschen Lebensmittel kommen bei den Freunden gut an. Auch an einem der Bad Bramstedter Feuerwehrmänner, Daniel Kiener (27), hat eine der jungen Damen aus Neckargemünd Geschmack gefunden. Nachdem sie sich vor gut zweieinhalb Jahren kennengelernt hatten, ist die 23-jährige Lea Littin Ende September zu Daniel Kiener in die Rolandstadt gezogen. „Es ist eine Umstellung. Die Menschen hier sind offener, aber das Wetter ist nicht so warm wie bei uns“, schildert sie die ersten Eindrücke in ihrer neuen Heimatgemeinde.

 „Ich bin sehr stolz, dass unsere Stadt mit der Namensgebung der Straße bedacht wurde“, sagte Bürgermeister Volk. Als Gastgeschenk hat er auf einem angrenzenden Spielplatz einen Apfelbaum pflanzen lassen. Als langjähriger Kommunalpolitiker kennt Volk viele Mitglieder der Feuerwehren schon seit 30 Jahren. „Von der Drehleiter aus konnte ich auch sehen, dass die Straße in einem sehr schönen Neubaugebiet liegt“, freute sich Volk.

 Bad Bramstedt und Neckargemünd sind mit jeweils rund 13000 Einwohnern und mit 24 Quadratkilometern (Bad Bramstedt) und 26 Quadratkilometern (Neckargemünd) Fläche sehr gut vergleichbar. Allerdings gibt es in Neckargemünd aufgrund einer Jahrzehnte zurückliegenden Eingemeindung von drei weiteren Ortschaften insgesamt vier Feuerwehren mit rund 150 Mitgliedern.

 „Ich war überrascht über die Namensgebung und finde es gut, dass die Bad Bramstedter Wehr offensichtlich sehr viel Rückhalt in der Kommunalpolitik hat“, sagte Abteilungskommandant Dirk Weihmann (45), frisch gebackener Führer einer der vier Wehren. „Das trägt zur Vertiefung und Stabilität unserer Freundschaft bei“, ist er überzeugt.

 Mit einer historischen Stadtführung und einem Oktoberfest im Feuerwehrgerätehaus endete das Besuchsprogramm am Sonnabend.

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Ein Artikel von
Uwe Straehler-Pohl

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