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Nachbarn bleibt nur der Klageweg

Bad Bramstedt Nachbarn bleibt nur der Klageweg

Die Nachbarn des künftigen Aldi-Marktes an der Hamburger Straße haben schlechte Karten, den Neubau zu verhindern. Der Planungsausschuss wies am Montagabend alle Einwände der Bürger zurück. Ihnen bleibt jetzt nur der Klageweg.

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So wie diese Filiale in Fahrdorf bei Schleswig sollen künftig alle neuen Aldi-Märkte aussehen, auch der in der Hamburger Straße von Bad Bramstedt.

Quelle: Barbara Burg + Oliver Schuh

Bad Bramstedt. Insgesamt hatten im Rahmen der öffentlichen Anhörung zur Bebauungsplan-Aufstellung vier Bürger Eingaben gemacht. Einer davon schickte eine Unterschriftensammlung von 40 Gegnern der Neubaupläne mit. Sie alle wollen verhindern, dass Aldi seinen bestehenden Markt mit einer Verkaufsfläche von 800 Quadratmetern durch einen Neubau mit einer Handelsfläche von 1200 Quadratmetern ersetzen darf. Politisch gibt es jedoch eine breite Mehrheit, die diese Pläne unterstützt und den Bau durch die Aufstellung eines Bebauungsplanes rechtlich absichern will.

 Durch die Vergrößerung rückt der Aldi-Markt auch näher an die Nachbargrundstücke. Davon erwarten die Anwohner Lärmbelästigungen und Sichtbeeinträchtigungen. Heiner Pohling aus der Straße Sommerland, selbst Rechtsanwalt, hat sich deshalb an einen Berufskollegen gewandt, der sich aufs Baurecht spezialisiert hat. Der schickte noch am Montagnachmittag, wenige Stunden bevor die Anhörungsfrist endete, eine umfangreiche Stellungnahme an die Stadt. Kernaussage: Die im Bebauungsplanentwurf vorgesehenen Lärmschutzwände und -wälle reichen nicht aus. Pohling und seinem Kollegen gelang es dadurch allerdings nicht, den Satzungsbeschluss, durch den der B-Plan rechtskräftig wird, hinauszuzögern. Diesen letzten Beschluss zu dem Verfahren muss ohnehin die Stadtverordnetenversammlung treffen. Sie tagt am 13. Dezember. Bauamtsleiter Udo Reinbacher kündigte an, bis dahin die Stellungnahme des Fachanwaltes auszuwerten, sodass die Stadtverordneten dann über eine Stellungnahme abstimmen und anschließend den Satzungsbeschluss fällen können. Die Anwohner haben dann nur noch die Möglichkeit, mit einem Normenkontrollverfahren gegen den B-Plan vorzugehen. „Ich schließe nicht aus, dass wir das auch machen werden“, sagte Pohling zur SZ.

 Bauamtsleiter Udo Reinbacher sieht sich jedoch gut gewappnet. „Sonst würde die Verwaltung den Satzungsbeschluss der Stadtverordnetenversammlung nicht empfehlen“, sagte der Behördenchef.

 So soll das Grundstück auf der Nordseite mit einer vier Meter hohen Lärmschutzwand abgeschirmt werden. Zur Einfahrt hin wird ein Wall angelegt. „Der soll auch als Sichtschutz dienen“, erklärte der Bauamtsleiter. Die Ladezone wird „eingehaust“, um die Anwohner vor Lärm zu schützen. Gleiches geschieht auf der Südseite mit den Einkaufswagen. Auch ihre Stellfläche muss mit Dach und Wänden umgeben werden, damit kein Lärm zu den Nachbarn dringt. Auf der Südseite ist allerdings keine Lärmschutzwand vorgesehen. Stattdessen soll eine Hecke als Sichtschutz dienen.

 Auch einige Kommunalpolitiker äußerten Bedenken gegen den Neubau. Gerhard Schönau (Grüne) kritisierte die Architektur:„Der vorhandene Markt wurde vor sieben Jahren wenigstens noch einigermaßen nach unseren Gestaltungsgrundsätzen gebaut. Jetzt wird der einfach weggeschoben und eine Kiste da hin gestellt.“ Aus der SPD kam der Vorschlag, einen Verkehrskreisel an der Einmündung des Sommerlandes in die Hamburger Straße zu bauen, weil schon jetzt ein Abbiegen dort nur schwer möglich ist. Die Kosten dafür sollte Aldi tragen.

 Die Mehrheit wollte jedoch keine Nachverhandlungen mit Aldi beginnen. Nur drei Ausschussmitglieder lehnten den B-Plan ab.

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