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Neubau neben dem Bahnhof

Bad Bramstedt Neubau neben dem Bahnhof

Nachdem das Gelände am Bahnhof einen neuen Eigentümer hat, gibt es neue Pläne, die Freifläche zu bebauen. Dazu muss allerdings der Bebauungsplan geändert werden, wozu der Planungsausschuss seine grundsätzliche Zustimmung gab. Vorgesehen ist ein dreigeschossiges Wohn- und Geschäftshaus.

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Am 20. August 1898 lief der erste Zug im Bad Bramstedter Bahnhof ein. Mit einem großen Fest feierten die Bramstedter damals ihren neuen Bahnhof. Doch das alte Gebäude wird schon seit Jahrzehnten nicht mehr für seinen eigentlichen Zweck genutzt. Die AKN hatte es verkauft, der Besitzer hat mittlerweile noch einmal gewechselt. Ein Pizza-Service befindet sich darin. Auf der Freifläche links neben dem alten Gebäude soll nun ein Wohn- und Geschäftshaus entstehen.

Quelle: Einar Behn

Bad Bramstedt. Das Gebäude soll direkt an der Straßenecke Bimöhler Straße/König-Christian-Straße errichtet werden. Zurzeit ist dort nur eine Wiese, auf der allerdings eine große Blutbuche und eine weitere Buche stehen. Dem vom Bauherrn eingereichten Plan zufolge soll ein dreigeschossiges Gebäude mit zusätzlichem oberen Staffelgeschoss gebaut werden. SPD-Stadtverordneter Jan-Uwe Schadendorf hält das für zu hoch. Auch das auf der anderen Seite der Bahngleise gelegene neue Gebäude mit dem Kindergarten im Parterre sei nur dreigeschossig, ebenso das Bürogebäude neben dem Thomsen-Zerlegebetrieb. Auch der Neubau neben dem Bahnhof dürfe deshalb nur dreigeschossig werden.

 Bauamtsleiter Udo Reinbacher stellte jedoch klar, dass das geplante Gebäude in der Höhe den Ende des 19. Jahrhunderts gebauten Bahnhof nicht übersteige. Andere Kommunalpolitiker, auch aus der SPD, konnten sich ebenfalls mit dem Plan anfreunden. Allerdings soll, bevor der Bebauungsplan geändert wird, mit dem Bauherrn Rücksprache gehalten werden. Sorgen bereitet den Kommunalpolitikern nämlich die Blutbuche, die nach dem eingereichten Plan kaum noch Entfaltungsmöglichkeiten hat. „Der Baum nimmt doch fast die ganze Wiese ein, wie soll denn dort noch ein Haus hinpassen?“, fragte Schadendorf.

 Die große Buche soll nun im Bebauungsplan, wenn er denn geändert wird, als geschützter Baum eingetragen werden. Außerdem soll im Gespräch mit dem Bauherrn geklärt werden, ob der Neubau nicht dichter an das alte Bahnhofsgebäude rücken kann. Dadurch würde nicht nur die Blutbuche besser wachsen können, die Stadt hätte auch noch mehr Platz für eine etwaige Kreuzungsverbreiterung an der Einmündung der König-Christian-Straße in die Bimöhler Straße/Landweg.

 Schon seit Jahren besteht der Wunsch, den Verkehr an dieser Stelle durch mehr Abbiegespuren flüssiger zu halten, was bisher aber immer an den Kosten scheiterte. Durch die Erweiterung des Neubaugebietes südlich der Bimöhler Straße besteht nun aber wieder Hoffnung.

 Die Stadt will die Landesentwicklungsgesellschaft (LEG) an dem Kreuzungsausbau beteiligen. Sie erschließt und vermarktet das Neubaugebiet, durch das die Kreuzung noch stärker mit Verkehr belastet wird. Die Verhandlungen darüber laufen noch. Mit dem Verschieben des geplanten Gebäudes näher an den Bahnhof gibt es allerdings ein Problem. Dort stehen erst vor wenigen Jahren gebaute Garagen.

 Der Ausschuss beschloss zudem, die Gebäudehöhe in der Bebauungsplanänderung auf drei Geschosse festzulegen, allerdings inklusive eines möglichen Staffelgeschosses, so wie es Schadendorf gefordert hatte.

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