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Viele Spenden nach Teresas Tod

Bad Bramstedt, Oering Viele Spenden nach Teresas Tod

Ein Zeichen der Hoffnung vor traurigem Hintergrund wollen zwei Frauen aus Oering setzen. Nach dem Fund eines toten Babys in Sülfeld-Borstel sammelten Sabine Studt und Jennifer Witt Spenden und übergaben nun einen Scheck über 4075 Euro der evangelischen Familienbildungsstätte Bad Bramstedt.

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Sabine Studt (von links) und Jennifer Witt unterstützen Rosanna Nicolo dabei, durch frühe Hilfen Familien beizustehen.

Quelle: Heiner Pantel

Bad Bramstedt. Das Geld kommt dem Angebot „Frühe Hilfen“ zugute.

 Im vergangenen Oktober wurde ein später Teresa genanntes Mädchen an einer Bushaltestelle in Borstel in einer Plastiktüte gefunden. Die Kleine war bereits tot. Vermutlich hatte die Mutter den Leichnam am Straßenrand abgelegt, ein Passant warf die Tüte, ohne hineinzugucken, in einen Papierkorb an der Bundesstraße 432. Um dem Kind wenigstens eine würdevolle Beerdigung zu ermöglichen, nahmen Sabine Studt und Jennifer Witt zunächst Kontakt mit der Sülfelder Kirchengemeinde auf. Parallel dazu riefen sie über Facebook zu einer Spendenaktion auf.

 „Das Ergebnis war überwältigend“, berichtete Jennifer Witt bei der Übergabe des Schecks in der Familienbildungsstätte. Das Geld reichte nicht nur für alle angefallenen Beerdigungskosten, es blieb sogar ein beträchtlicher Überschuss. Der soll dafür eingesetzt werden, Eltern von Neugeborenen zu helfen. Sabine Studt meinte: „Wir wollten das Geld nicht einer Einrichtung wie dem Jugendamt geben, weil damit in der Bevölkerung Vorbehalte verbunden sein könnten.“ Unbelastet erschien die Diakonie Altholstein, zu der auch die evangelische Familienbildungsstätte Bad Bramstedt zählt.

 Bei der Einrichtung ist Rosanna Nicolo beschäftigt. Die Kinderkrankenschwester und Kinderpflegerin erreicht pro Jahr etwa hundert Familien. Sie berät in Sprechstunden, informiert über Fragen zum Stillen oder zur Ernährung und gibt lebenspraktische Hilfe im Familienalltag, alles kostenlos für die Familien.

 Heinrich Deicke, Geschäftsführer der Diakonie Altholstein, betonte bei der Spendenübergabe: „Wir arbeiten auf einem finanziell sehr dünnen Boden. Umso dankbarer nehmen wir den Betrag entgegen.“ Er fügte hinzu: „Man kann gar nicht genug Werbung machen für die Frühen Hilfen.“

 Jennifer Witt bemerkte zur Spendenaktion: „Es war überraschend einfach, Menschen zu erreichen und zum Helfen zu bewegen. Man kann schnell viel erreichen.“ Das bereite Freude und gebe Hoffnung.

 Von Teresas Mutter fehlt bis heute jede Spur. Welche Umstände begleiteten sie in der Schwangerschaft? Welche Rolle spielte der Vater, welche Familienangehörige? Antworten gibt es bis heute nicht.

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