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Der Ironman vom Klinikum

Bad Bramstedt Der Ironman vom Klinikum

In seinem Beruf hilft Johannes Lenhart Sportlern. Als Arzt im Klinikum Bad Bramstedt ist er für die Sport-Reha-Orthopädie tätig. Doch wenn er den weißen Kittel auszieht, steigt er aufs Rennrad, krault im Freibad oder läuft durch den Park, denn am Sonntag startet er beim Ironman-Triathlon in Hamburg.

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Der Orthopäde Johannes Lenhart will zum Ironman nach Hamburg und hofft auf eine Platzierung  im ersten Drittel der Teilnehmer.

Quelle: Bernhard-Michael Domberg

Bad Bramstedt. Lenhart wurde vor 41 Jahren im hessischen Seeheim-Jugenheim geboren und wuchs im Bergischen Land auf. 1995 machte er sein Abitur und erreichte im Fach Sport mit 15 Punkten bestmögliche Note. „Doch anstatt für Sport, den ich gerne als Ausgleich betreibe, habe ich mich für ein Medizin-Studium in Aachen beworben“, erzählt der Facharzt. Ein Schlüsselerlebnis als Bundeswehrsoldat gab dafür den Ausschlag: „Ich fing mir im Biwak eine Meningitis ein und erfuhr eine exzellente medizinische Behandlung dieser tückischen Krankheit.“

Seit zwei Jahren arbeitet Lenhart in der Sport-Reha-Orthopädie des Klinikums Bad Bramstedt. Was ihm hier entgegenkommt: Bereits vor Dienstbeginn kann er in der Bad Bramstedter „Roland Oase“ seine Bahnen ziehen.

Schon sieben Extrem-Triathlon absolviert

„Meinen Faible für den Ironman habe ich 2003 im fränkischen Roth entdeckt. Hier habe ich meinen ersten von sechs weiteren Extrem-Triathlons absolviert, einmal mit meiner Bestzeit von 11.03 Stunden“, erzählt der Arzt.  „Ironman“ darf sich nennen, wer im Wettkampf nacheinander 3,86 Kilometer schwimmt, dann 180,2 Kilometer Rad fährt und anschließend einen Marathon (42,195 km) läuft.

Ein Vorteil seiner Tätigkeit in der Reha ist, dass er keinen Schichtdienst hat. Nach Feierabend muss er aufs Rennrad oder in die Laufschuhe. Stress pur? „Nein“, sagt der Arzt, „für mich ist das Training Stressabbau, ich bekomme den Kopf frei und es schärft so meine Wahrnehmung auch im Beruf.“ Wer ihm begegnet, glaubt ihm. Der Mann wirkt stets ausgeglichen und freundlich, auch schon morgens um 7 Uhr.

Schwimmtraining vor Arbeitsbeginn

Zehn Wochen vor den Wettkämpfen beginnt das intensive Training. Immer montags und donnerstags läuft und fährt Rad. Schwimmen kann er ja familienfreundlich schon vor der Arbeit. „Meine Frau ist auch Sportlerin“, sagt Lenhart, „sie trainiert an anderen zwei Tagen, sodass immer einer bei unseren beiden Töchtern ist.“

In Hamburg will der Orthopäde seinen achten Ironman-Triathlon absolvieren. "Bis voriger Woche habe ich zehn Stunden die Woche trainiert. In dieser Woche lasse ich es langsamer angehen, um mich nicht auszupowern,“ erläutert der Sportler, der mit seinen 1,90 Meter Körperlänge 94 Kilogramm auf die Waage bringt. „Ich möchte im ersten Drittel ankommen und bin zufrieden, wenn ich die Zwölf-Stundenmarke knacke“, so Athlet.

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