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Personalengpass im Rathaus

Bad Bramstedt Personalengpass im Rathaus

Headhunter sind auch in der Provinz auf der Suche nach Personal für Verwaltungen. Davon erfuhr der Hauptausschuss von der Leiterin des Amtes für allgemeine Verwaltung und Finanzen, Marion Rettmann. Sie berichtete von der schwierigen personelle Situation im Bad Bramstedter Rathaus.

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Marion Rettmann warnt vor künftigem Personalmangel.

Quelle: Anna Maria Persiehl

Bad Bramstedt. Die Stadtverwaltung hat derzeit gut 50 Beschäftigte. Von den Engpässen beim Personal ist vor allem das Sozialamt betroffen. Dort fehlt seit einigen Monaten eine Leiterin oder ein Leiter, eine dringend benötigte Sachbearbeiterin ist zwischenzeitlich allerdings eingestellt worden, eine weitere soll im Januar folgen. Von „guter Hoffnung“ sprach Bürgermeister Hans-Jürgen Kütbach hinsichtlich der Besetzung des Leitungspostens. Ein Vorstellungsgespräch hat gerade stattgefunden, wie Rettmann der SZ bestätigte, auch eine Entscheidung sei gefallen. Jetzt hoffen alle, dass die Ausgesuchte bei der Stange bleibt. Denn der Nachfolger der früheren Leiterin hatte das Rathaus noch in der Probezeit verlassen. Die Stadtverwaltung sucht zurzeit auch eine Verwaltungsfachkraft für die Kämmerei.

 „Wir merken, dass wir in den letzten anderthalb Jahren Schwierigkeiten haben, Fachkräfte zu bekommen“, beschrieb Rettmann das Dilemma vor dem Ausschuss. Zweidrittel der Bewerbungen für die Verwaltungsstellen kämen von Kräften, die keine Ausbildung in der Verwaltung hätten, so die Amtsleiterin. Nach ihren Worten gibt es auch Schwierigkeiten, Fachpersonal wie Ingenieure zu bekommen. „Neu ist auch in Bad Bramstedt, dass Headhunter auf die Mitarbeiter zukommen“, berichtete Rettmann. Bisher sind es die stadteigenen Ingenieure und Techniker, die offensichtlich auch bei anderen Arbeitgebern dringend gesucht werden. Von den Versuchen, Personal abzuwerben, erfahren die Führungskräfte im Rathaus von den Mitarbeitern selbst.

 Dass die Suche nach ausgebildeten Kräften immer aufwändiger wird, ist leicht festzustellen: Wie Rettmann den Ausschussmitgliedern präsentierte, ist die Anzahl der Stellenausschreibungen sprunghaft gestiegen. Waren es 2012 noch drei Ausschreibungen im ganzen Jahr, musste die Verwaltung im vergangenen Jahr bereits 13 Stellenausschreibungen veröffentlichen, bis Ende August sind es in diesem Jahr bereits zwölf gewesen. „Es ist nicht so, dass es an Bad Bramstedt liegt“, sagte Rettmann. Sie nannte verschiedene Gründe für den Anstieg, so auch den demografischen Wandel. Der Stellenmarkt sei auch durch den Mehrbedarf an Personal für das Bewältigen der Flüchtlingssituation in Bewegung gekommen. So arbeiten in diesem Bereich für die Stadtverwaltung in Bad Bramstedt vier neue Mitarbeiter. Ein weiterer Grund für die schwierige Situation, genügend Fachkräfte zu finden: Viele Verwaltungen hätten versäumt, in den vergangenen Jahrzehnten genügend Nachwuchs auszubilden. Die Stadt stellt jedes Jahr zwei neue Auszubildende ein, das ist mehr als in mancher größeren Kommune in der Nachbarschaft.

 Der demografische Wandel wird auch im Bad Bramstedter Rathaus in den kommenden Jahren zunehmend spürbar sein und eine intensive Personalplanung notwendig machen. Werden derzeit jährlich nur ein bis zwei Mitarbeiter das Rentenalter erreichen, steigt künftig die Zahl der Neurentner sprunghaft. So werden 2027 und 2028 jeweils sieben Mitarbeiter in Rente gehen. Viele Führungskräfte werden dabei sein.

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Ein Artikel von
Anna Maria Persiehl

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